Meinung

Höchst ­zweifelhafte Qualitäten

Die Tesla-Aktie explodiert. Doch Grund ist nicht Musks Management, sondern seine Marktmanipulation durch Zukunftsvisionen.

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«Elon Musk sollte nicht vergessen, dass er nur dank der Aktionäre zum reichsten Menschen geworden ist», schreibt Erich Gerbl. Paul Seewer für BILANZ

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Lag der Ausgabepreis von Tesla bei 17 Dollar, ist die Aktie bereinigt um die zwei Splits heute 6000 Dollar wert. Dieses Niveau hat die Aktie nicht wegen Musks Managementqualitäten erreicht, sondern dank seiner Fähigkeit, die Märkte mit Zukunftsfantasien zu manipulieren. Musk hat Tesla als viel mehr als einen simplen Hersteller von Elektroautos verkauft. Tesla-Aktionäre investieren in KI, Robotaxis und eine Zukunft, in der humanoide Roboter den Müll rausbringen. Nur so wurden derart abgehobene Bewertungen möglich, nur so stieg der Wert von Elon Musks Aktienpaket auf ein solch hohes Niveau.
Nun wird Musk dasselbe Spiel mit SpaceX spielen. Weltgrösster Internetkonzern, Veranstalter von Reisen zum Mars, Anbieter von Rechenzentren im All – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Ganz im Unterschied zu den Aktionärsrechten. Die hat Musk schon im Vorfeld stark eingeschränkt. Jeder, der SpaceX-Aktien kauft, verzichtet auf das Recht, juristisch gegen SpaceX und die Führung vorzugehen. Texas hat das mit einer Anpassung der Gesetze möglich gemacht. Dass es zwei Aktiengattungen mit verschiedenen Stimmrechten gibt, kommt noch dazu. Musk sollte nicht vergessen, dass er nur dank der Aktionäre, die ihm seine Visionen abkaufen, zum reichsten Menschen der Welt geworden ist.

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