Neue Nötli braucht das Land! Die aktuelle Banknotenserie wurde in den Jahren 2016 bis 2019 lanciert. Im Schnitt liegt die Lebensdauer einer Banknotenserie bei 15 bis 20 Jahren. Unsere aktuellen Nötli sind damit zwar noch fit. Oder wie es SNB-Präsident Martin Schlegel (49) bereits Ende Oktober 2025 ausdrückte: «Ich kann Ihnen versichern, dass die aktuellen Noten keine Midlife-Crisis haben.»
In den 2030er-Jahren gibt es dann aber eine neue Banknotenserie. Und weil die Entwicklung jeweils mehrere Jahre in Anspruch nimmt, arbeitet die Nationalbank bereits jetzt an der dann zehnten Serie. Am Mittwoch verkündeten die SNB-Vertreter Sébastien Kraenzlin (46) und Antoine Martin (56) am Zürcher Hauptsitz die Gewinner des Gestaltungswettbewerbs. Sechs Finalisten waren noch im Rennen. Gewonnen hat das Design der beiden Gestalter Fabienne Kilchör und Sebastién Fasel vom Lausanner Designbüro Emphase.
Farben bleiben gleich
«Als wir erfahren haben, dass wir dieses Projekt gewonnen haben, waren wir extrem erfreut», sagt Kilchör dazu. Die Banknoten würden aus mehreren Schichten bestehen, erklären die Designer. Auf jeder Banknote ist eine unterschiedliche Höhenlage in der Schweiz abgebildet – passend zum Thema der neuen Serie: «Die Schweiz und ihre Höhenlagen». Zusammen sollen die Noten aber «eine Schweiz ergeben», so Kilchör. Dies sei eine «reizvolle Herausforderung» gewesen, sagt die Gestalterin. Die Noten-Serie ist in Pastell-Tönen gehalten und behält die bisherigen Farben bei. Auf der einen Seite zieren verschiedene heimische Pflanzen die Nötli, auf der anderen Seite sind Sujets aus Architektur, Kultur, Verkehr und Landschaft abgebildet.
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Ursprünglich hatten sich mehr als 300 in der Schweiz tätige Gestalterinnen und Gestalter am Wettbewerb beteiligt. Die SNB wählten daraus dann zwölf Konzepte aus. Im Oktober 2025 verkündete sie die sechs Finalisten. Und jetzt die Gewinner des Design-Wettbewerbs.
So ist die SNB zum Entscheid gekommen
Die Nationalbank führte eine eine Bevölkerungsumfrage durch, an der mehr als 100'000 Personen teilnahmen. «Uns war es sehr wichtig, auch die Meinung der Bevölkerung abzuholen», so Sébastien Kraenzlin, stellvertretendes Mitglied des SNB-Direktoriums. Denn: «Die Noten sind unsere Visitenkarte.» Die Umfrage floss zu 50 Prozent in den Entscheid ein. Die Abstimmung eines SNB-Beirats machte die andere Hälfte der Gewichtung aus. Die Schweizer Bevölkerung kürte ebenfalls den Entwurf von Kilchör und Fasel zum Gewinner. Im SNB-Beirat stimmte jedoch die Mehrheit für das Konzept von Marcus Kraft.
Bei den nun vorgestellten Banknoten handelt es sich um Entwürfe. Das endgültige Aussehen der Scheine kann sich unter Umständen deutlich davon unterscheiden. Das letzte Wort hat der Bankrat der SNB. Die Einführung der neuen Notenserie ist auf frühestens 2031 geplant. Billig sind die neuen Nötli nicht: Die neue Banknotenserie werde wohl gleich viel kosten wie die aktuelle. Eine genaue Zahl nennen die SNB-Vertreter nicht, sprechen aber von Kosten «im mittleren zweistelligen Millionenbetrag».