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Moneymaker

Dieser Fondsmanager investiert in eine bessere Welt

Samuel Bevan widerspricht dem Klischee der gierigen Finanzwelt. Mit seinem 250-Millionen-Dollar-Fonds unterstützt er Projekte in Schwellenländern.

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Von Trinkwasser in den Philippinen bis Internet in Afrika: Samuel Bevans Arbeit beweist, dass Finanzgeschäfte auch Gutes bewirken können. Mario Wagner / 2Agenten für BILANZ

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Der Finanzindustrie sagt man Prinzipienlosigkeit und Geldgier nach. Von Samuel Bevan wird dieses Vorurteil klar widerlegt. Zum einen ist da der Job. Der Brite managt bei Aberdeen Investments einen Fonds, der in Firmenanleihen aus den Emerging Markets investiert. Anleihen wandern nur ins Depot, wenn das Unternehmen einen positiven Beitrag zu den 17 Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der Vereinten Nationen leistet. Das 2021 aufgelegte Produkt ist mit 250 Millionen Dollar gefüllt, mehr als eine Milliarde wird für Kunden parallel mit derselben Strategie direkt über Mandate investiert.
Gefallen gefunden hat Samuel Bevan etwa an Manila Water. Das Unternehmen hat die Wasserversorgung für die Bevölkerung in der philippinischen Hauptstadt seit 1997 von 26 auf 98 Prozent ausgebaut. Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist SDG-Nummer 6. SDG-Nummer 9 wird mit dem Zugang zu erschwinglichem Internet erfüllt. In diesem Bereich ist der Fondsmanager über Obligationen der afrikanischen Anbieter Axian Telecom oder Helios Towers investiert.
Bevan ist in einer Unternehmerfamilie aufgewachsen. Sein Vater war Unternehmer, er kaufte in China Marmor und Granit und verkaufte sie an Projekte in Grossbritannien. «Ich habe mich zwar früh für Wirtschaft und Mikroökonomie interessiert, sah aber auch aus erster Hand, wie stressig und zeitaufwendig es ist, ein eigenes Unternehmen zu führen.» Sein Bruder stieg ins Familienunternehmen ein, er selber ging nach dem Wirtschaftsstudium in die Finanzindustrie.

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Bevor er zu arbeiten begann, war Bevan drei Monate mit dem Rucksack in Lateinamerika unterwegs. Spätestens dort fing er an, sich nicht nur für Anlagen in den Emerging Markets, sondern auch für die Menschen in diesen Ländern zu interessieren. Der 36-Jährige ist in der Wohltätigkeitsorganisation BuildOn engagiert. Mithilfe von Geldgebern, zu denen sein Arbeitgeber Aberdeen zählt, werden Primarschulen in ländlichen Gebieten gebaut. Ein Team von 15 Personen aus den weltweiten Aberdeen-Büros lebt dann bei den lokalen Familien und macht sich ans Werk. Bei Projekten in Malawi, Nepal, Nicaragua und Senegal war Bevan bereits dabei.

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