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Phänomen unter Reichen

Rich Kids, die sich für ihr Vermögen schämen

Wohlhabende fühlen sich neuerdings unwohl wegen ihres Vermögens, wollen es hoch besteuern oder verschenken es gar. Was ist da los?

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Sie verschenkt ihr geerbtes Millionen-Vermögen: Marlene Engelhorn. IMAGO/Alex Halada

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Normalerweise sieht man sie nicht. Rich Kids verstecken sich hinter gut getrimmten Thuja-Hecken, besuchen Elite-Colleges im Ausland und tummeln sich unter ihresgleichen beim Polospiel in St. Moritz. Sie sind diskret, denn das hat man ihnen beigebracht, treten kaum in der Öffentlichkeit auf. Und sollte doch mal eine schlüpfrige Familiengeschichte bis zur Presse durchdringen, kommt der hoch bezahlte Familienanwalt ins Spiel.
Diese Rich Kids hier jedoch sind anders. Den einen ist das Vermögen in den Schoss gefallen. Die anderen haben es sich erarbeitet. Gemeinsam sind sie unglücklich darüber, reich zu sein. Ihre Mission: Sie wollen sich selbst und die anderen Reichen dieser Welt höher besteuern. Für mehr Gleichheit. Und Gerechtigkeit. Zwei gehen sogar bis zur Ultima Ratio: Sie «entreichen» sich gleich selbst. Die Meldungen dieser Art häufen sich, und das ist mehr als aussergewöhnlich.

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