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US-Techfirmen setzen zum Sprung an die Wall Street an

2017 planen bekannte Namen wie Snapchat, Uber oder Airbnb ihre Börsengänge. Im Schatten der Grossen wollen sich aber auch über ein Dutzend weitere spannende Techfirmen auf dem Börsenparkett beweisen.

Marc Bürgi

Diese fünf Techfirmen wollen sich 2017 an der Börse handeln lassen:Pluralsight stellt Lernvideos insbesondere für Softwarespezialisten her. Laut «Business Insider» war das Unternehmen aus dem Bundesstaat Utah im Jahr 2014 bereits über eine Milliarde Dollar wert. Flickr/CC/Cebit Australia
MuleSoft ist ein Softwaredienstleister aus San Francisco. Das 2006 gegründete Unternehmen bietet via der Datenwolke Cloud eine Plattform an, mit der die Kunden ihre Software synchronisieren können.
Auch das Softwareunternehmen Anaplan arbeitet mit der Cloud und ist in San Francisco beheimatet. Es offeriert den Kunden eine Softwarelösung für die Unternehmensplanung.
Avalara stellt eine Software für Steuern her. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Seattle an der US-Westküste.
AppNexus ist auf Onlinewerbung spezialisiert. Mit der Software des New Yorker Unternehmens können die Kunden ihre Werbung im Internet organisieren. Auch der Service von AppNexus basiert auf der Cloud. BIlder: Screenshots
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Diese fünf Techfirmen wollen sich 2017 an der Börse handeln lassen:Pluralsight stellt Lernvideos insbesondere für Softwarespezialisten her. Laut «Business Insider» war das Unternehmen aus dem Bundesstaat Utah im Jahr 2014 bereits über eine Milliarde Dollar wert. Flickr/CC/Cebit Australia RMS

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Dieses Jahr dürfte es an der Wall Street zu einem spektakulären Neuzugang kommen: Der Kurznachrichtendienst Snapchat will an die Börse. Der IPO könnte bereits im März erfolgen. Snapchat darf laut Bloomberg an der Börse mit einer Bewertung von zwischen 20 und 25 Milliarden Dollar rechnen. Damit wäre Snapchat der grösste Börsengang aller Zeit nach jenem des chinesischen Online-Händlers Alibaba.
Neben Snapchat liebäugeln offenbar auch der Fahrdienst-Anbieter Uber oder der Bettenvermittler Aibnb damit, an die Börse zu gehen. Diese spektakulären Börsengänge könnten überstrahlen, wie breit der Drang an die Börse in den USA derzeit ist. Denn es sind nicht nur bekannte Silicon-Valley-Konzerne, welche sich für Anleger öffnen. Die Agentur Reuters hat über ein Dutzend US-Softwarekonzerne ausgemacht, die bereits jetzt für dieses Jahr einen IPO planen (siehe Bildergalerie oben für eine Auswahl).

Regelmässige Einkünfte als Plus

Die meisten dieser Konzerne verkaufen eine Software per Abonnement – beispielsweise für Buchhaltung oder Virenschutz. Sie verfügen somit über regelmässige Einkünfte, was sie attraktiv für Anleger macht. Ihre Geschäftsmodelle sind stabiler als jene von anderen Techkonzernen, die ihr Geld mit Werbung oder Kommissionen verdienen.

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Dass viele Softwarekonzerne jetzt einen Börsengang planen, kommt nicht von ungefähr. Weil die Börsenkurse in den USA zuletzt deutlich gestiegen sind, dürfen die Konzerne mit einer hohen Bewertung rechnen. Viele der Techkonzerne sind auch unter Druck, weil Investoren und Mitarbeiter finanziell vom Erfolg profitieren wollen. Zudem wird der Börsengang von Snapchat oder vielleicht auch Uber die Börse im Banne halten – deshalb ist es für weniger bekannte Konzerne angezeigt, vor den Giganten an die Börse zu gehen, um genügend Beachtung zu finden.

Trendumkehr nach Baisse

Der Börsengang schafft überdies Vertrauen. Als börsengehandeltes Unternehmen müssen die Konzerne ihr Bücher offenlegen und sich kritische Fragen gefallen lassen. «Die Kunden wollen sicher sein, dass der Konzern eine lange Zukunft hat», zitiert Reuters den Manager Dheeraj Pandey, dessen Softwarefirma Nutanix letztes Jahr den IPO wagte.
Diese Welle von Börsengängen stellt für die USA eine Trendwende dar: 2016 gingen lediglich sechs US-Softwarekonzerne und insgesamt 20 Technologieunternehmen an die Börse. So wenige IPO aus dem Technologiesektor gab es letztmals 2008 vor Ausbruch der Finanzkrise.

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