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Meinung

Die Schere geht weiter auseinander

Während die 40 DAX-Unternehmen 2025 gemeinsam 123 Milliarden Dollar verdienten, knackte Alphabet allein 132 Milliarden.

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«Alle 40 DAX-Unternehmen gemeinsam haben weniger verdient als die Google-Mutter Alphabet», schreibt Erich Gerbl. Paul Seewer für BILANZ

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US-Tech ist eine Klasse für sich. Das wird nicht nur bei der Marktkapitalisierung klar, sondern zur Beruhigung besorgter Anleger auch bei einem Vergleich der Nettogewinne. Google-Mutter Alphabet hat im Vorjahr einen Nettogewinn von 132 Milliarden Dollar zustande gebracht. Nestlé, Novartis, Roche und UBS kommen zusammen auf weniger als 50 Milliarden Dollar. Alle 40 DAX-Unternehmen, darunter so klingende Namen wie Adidas, Airbus, Allianz, Bayer, Infineon, Rheinmetall, RWE, SAP und VW, haben unter dem Strich nur 123 Milliarden Dollar verdient, also 9 Milliarden weniger als der Tech-Riese.
Während Alphabet den Gewinn in drei Jahren verdoppelte, haben die Profite der DAX-Konzerne stagniert – nicht zuletzt wegen der Krise der deutschen Autoindustrie. Anders als diese hat der Konzern aus dem Silicon Valley rechtzeitig auf die neuen Herausforderungen reagiert – also kräftig in künstliche Intelligenz investiert. Allein in diesem Jahr fliessen 180 bis 190 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur. An der Börse wurde das honoriert. Seit 2023 hat sich der Kurs der Alphabet-Aktie vervierfacht. Solange die Gewinne sprudeln, dürften die Aktionäre entspannt bleiben. Für 2026 wird ein Nettogewinn von 176 Milliarden Dollar prognostiziert. Die Schere geht wohl noch weiter auseinander.

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