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Uhrenbranche im Visier

Trump wettert schon wieder gegen die Schweiz

US-Präsident Donald Trump (80) attackiert die Schweizer Uhrenindustrie. Wegen niedriger Zinsen droht er der Schweiz, den Handel zu stoppen. Die USA würden zu viel Geld verlieren, so Trump in einem grossen Interview.

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Donald Trump (80) teilt schon wieder gegen die Schweiz aus! In einem neuen Interview mit dem US-Magazin «Time» spricht der US-Präsident eigentlich über die amerikanischen Zinsen. Diese seien viel zu hoch. Andere Länder würden dagegen von deutlich tieferen Zinsen profitieren und gleichzeitig Milliarden mit den USA verdienen. Kurz: Die USA würden anderen Ländern zu viel Geld überlassen – und könnten den Geldhahn jederzeit zudrehen.
Dann nimmt Trump plötzlich die Schweizer Uhrenindustrie ins Visier. Und greift die Schweiz an. «Sie verkaufen Uhren im Wert von Milliarden Dollar», sagt er. Gleichzeitig habe die Schweiz einen Zinssatz von lediglich einem halben Prozent, während die USA viel mehr bezahlten. Dann legt Trump nach: Würde er der Schweiz sagen, er wolle nicht länger 40 Milliarden Dollar pro Jahr verlieren, nur damit die Amerikaner Schweizer Uhren kaufen könnten, hätten die USA diese 40 Milliarden sofort «eingenommen».

«Den Hahn zudrehen»

Diese Summe ist Trumps eigene Darstellung. Wie er auf die 40 Milliarden Dollar kommt, erklärt er im streckenweise wirren Interview nicht. Für Trump ist die Schweiz nur ein Beispiel. Dasselbe könne er mit 50 oder noch mehr Ländern machen. Die USA könnten dadurch mehr Geld verdienen, «als sich irgendein Land je erträumt hat», behauptet er.

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Besonders brisant ist eine weitere Aussage des US-Präsidenten. Über Länder, die seiner Ansicht nach stark vom Geschäft mit den USA profitieren, sagt Trump: «Alles, was ich tun muss, ist, den Hahn zuzudrehen.» Dann würden einige «Elite-Länder» schon bald nicht mehr zur Elite gehören. Namen nennt er an dieser Stelle nicht. Dass er auch die Schweiz meint, ist aber klar. Schon Ende August hat er gedroht, «sämtliche Geschäfte mit der Schweiz abzubrechen».
Trump verbindet seine Handelsattacke auch diesmal mit seiner Forderung nach deutlich tieferen US-Zinsen. Die USA seien das «erstklassigste Land» und müssten deshalb den niedrigsten Zinssatz der Welt haben.
Über die Autoren
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Patrik Berger
Patrik Berger ist Redaktor Wirtschaft bei der Handelszeitung.

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