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Hedgefonds: Was der Name über die Erträge aussagt

Wenn es um Hedgefonds geht, dann können gewisse Bestandteile für Investoren durchaus ein Warnsignal sein - beispielsweise gewichtige Namen. Warum Investoren davon die Finger lassen sollten.

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Wertsteigerung: Anleger sollten bei Hedgefonds vor gewichtigen Namen auf der Hut sein.Pixabay RMS

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Hedgefonds wählen oft Namen, die Autorität, Stabilität und Macht vermitteln – also Bezeichnungen mit einem gewissen Gewicht. Das geht aus einer Studie hervor, die jetzt von Wissenschaftlern der US-amerikanischen University at Buffalo und der finnischen University of Oulu veröffentlicht wurde. Sie legt den Schluss nahe, dass Anleger auf der Hut sein sollten. Denn wenn es um Hedgefonds geht, dann können gewisse Bestandteile für Investoren durchaus ein Warnsignal sein.

Denn Fonds mit gewichtigen Namen «haben niedrigere Erträge, Alphas, Sharpe-Ratios und manipulationssichere Performance-Massstäbe» aber «höhere Volatilitäten und maximale Wertverluste, sowie eine höhere Wahrscheinlichkeit für den Untergang des Fonds als diejenigen mit weniger gewichtigen Namen», heisst es in dem Papier.

Investoren gefällt Gewichtigkeit im Namen

Für ihre Studie haben die Autoren nahezu 18'000 Hedgefonds aus der ganzen Welt unter die Lupe genommen. Diese verwalteten im Durchschnitt ein Vermögen von rund 160 Millionen Dollar (ca. 159 Millionen Franken). Den Angaben zufolge tendieren Fonds mit den gewichtigen Namen darüber hinaus dazu, höhere Managementgebühren und niedrigere Erfolgsgebühren von Investoren zu verlangen.

Und dennoch: Investoren neigen dazu, sich genau für Firmen mit dieser Art von Bezeichnungen zu entscheiden. Das gilt besonders für Wörter im Zusammenhang mit Konjunktur, Ländern und Politik. Die Aufnahme eines gewichtigen Wortes in die Hedgefonds-Bezeichnung kann einer solchen Gesellschaft im Schnitt etwa 227'120 Dollar mehr pro Jahr einbringen, zeigt die Studie.

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Namensbedeutung hat psychologischer Effekt

«Was wir dokumentieren, ist die relativ rätselhafte Tatsache, dass die Investoren die Gewichtigkeit im Namen des Fonds selbst suchen – obwohl wir die Fondsmanager und die Entwicklung des Fonds prüfen», und Investoren eine Due-Diligence durchführen, heisst es in der Studie. Zu ihren Co-Autoren zählen Cristian Tiu and Juha Joenvaara.

Ein anderes Ergebnis der Untersuchung: Bei Fonds, die höhere Mindest-Investments verlangen, grösser sind und die es schon seit längerem gibt, hängen die Zuflüsse von Investoren meist weniger stark von der Namenswahl ab.

«Der Name hat natürlich keinerlei Bedeutung für die potenziellen oder tatsächlichen Erträge, die ein Hedgefonds erzielt. Aber die Namensbedeutung hat einen psychologischen Effekt», sagt Tim Ng, Investmentchef bei Clearbrook Global Advisors. Die Gesellschaft betreut rund 28 Mrd. Dollar und investiert etwa 2 Mrd. Dollar in Hedgefonds.



Namen mit Gewicht ziehen an

Weiter erklärt er: «Namen mit Gewicht legen bestimmte Qualitäten nahe, von denen man sich als Investor oder als Mensch angezogen fühlen könnte. Auf der anderen Seite lässt eine Bezeichnung, bei der ein negatives historisches Ereignis, Name etc. mitschwingt, einen innehalten. Aber am Ende wird immer eine aussergewöhnlich gute Entwicklung aus Risiko-Ertrags-Sicht gewinnen.»

Studien-Co-Autor Tiu sitzt im Investment-Ausschuss der Stiftung der University at Buffalo und sagt, Namen würden für ihn keinen Unterschied machen. «Ich wäre beschämt, wenn wir uns von Fonds-Bezeichnungen beeinflussen lassen würden», sagt er.

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(bloomberg/ccr)
Die Top Ten der grössten Staatsfonds der Welt :
Hier sind die Top Ten der grössten Staatsfonds der Welt (laut Sovereign Wealth Fund Institute):
10. Platz: National Social Security Fund (China)
Der Fonds ist einer von mehreren chinesischen Staatsfonds und soll zur Deckung von künftigen Sozialausgaben dienen. Die 236 Milliarden Dollar sind vor allem in festverzinsliche Anlagen und chinesische Aktien investiert.
9. Platz: Qatar Investment Authority (Katar)
Der katarische Staatsfonds ist erst 2005 gegründet worden und setzt auf langfristige Beteiligungen. Die 256 Milliarden Dollar sind unter anderem bei Glencore und Credit Suisse angelegt.
8. Platz: Government of Singapore Investment Corporation (Singapur)
Die Behörde ist eigentlich eine Dachgesellschaft, welche einen Teil der diversen Staatsfonds von Singapur verwaltet (die andere ist die Temasek Holding auf Rang 11). 344 Milliarden Dollar werden von der Corporation beaufsichtigt.
7. Platz: Hong Kong Monetary Authority Investment Portfolio (Hongkong)
Die de facto Zentralbank von Hongkong hat ihre Investitionen in einen Staatsfonds ausgelagert, der mit 442 Milliarden Dollar ausgestattet ist.
6. Platz: SAFE Investment Company (China)
Das staatliche chinesische Devisenamt betreibt einen Fonds, der zuständig für Deviseninvestitionen ist. Ihm stehen geschätzte 474 Milliarden Dollar zur Verfügung, wobei die Zahlen nicht öffentlich gemacht werden.
5. Platz: Kuwait Investment Authority (Kuwait)
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4. Platz: SAMA Foreign Holdings (Saudi-Arabien)
Die saudische Zentralbank betreibt einen Staatsfonds mit 632 Milliarden Dollar. Doch der Ölstaat plant nach dem Aramco-Börsengang einen noch viel gewaltigeren Fonds zur Verwaltung der Öleinnahmen.
3. Platz: China Investment Corporation (China)
Der grösste von mehreren chinesischen Staatsfonds verwaltet die ausländischen Devisenreserven des Landes. Die Corporation hat ihr Vorbild – die singapurische Temasek Holding – mit 747 Milliarden Dollar längst übertroffen.
2. Platz: Abu Dhabi Investment Authority (Vereinigte Arabische Emirate)
Wie andere Ölförderer bereiten sich auch die Vereinigten Arabischen Emirate auf die Zeit nach dem Öl vor. Ihr 1976 gegründeter Staatsfonds ist schon 773 Milliarden Dollar schwer.
1. Platz: Government Pension Fund (Norwegen)
Der Fonds verwaltet die Öleinnahmen des Landes seit 1990 und war zuletzt mit 848 Milliarden Dollar der grösste Staatsfonds der Welt. Doch die Krone dürfte den Norwegern bald abgejagt werden.
Daten: SWFI. Bilder: Keystone
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