Veränderte Wünsche des Nachwuchses
Damit reagieren sie auch auf die veränderten Wünsche des Nachwuchses. In einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Deloitte nannten Studenten, die an einem Job in der Bankenwelt interessiert waren, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben als oberstes Ziel, nicht das Gehalt. Allerdings zweifelten sie auch an, dieses Ziel erreichen zu können.
Bessere Zeiten also für den Nachwuchs, zumal die Praktikantengehälter bei den Banken weiterhin glänzend sind und deutlich über dem liegen, was ein Lehrer oder ein Assistenzarzt nach seiner Ausbildung verdienen kann. Dennoch steht
bei vielen Studenten das Finanzwesen nicht mehr an erster Stelle. 2015 war es der Konsumgütersektor, wie aus der Deloitte-Studie weiter hervorgeht. Bis 2022 dürften den Experten zufolge Software- und Computerfirmen aufholen, zumal im Silicon Valley noch deutlich mehr Geld lockt: So erhalten Praktikanten bei Snapchat, Pinterest oder Twitter nach einer Studie mehr als 100'000 Dollar pro Jahr. Vielfach interessantere Aufgaben und weniger Arbeit - um hier mithalten zu können, müssen Banken einiges bieten.