Der Franken fällt am Montag zum Euro bis auf einen Stand von 0,9262. Dieses Niveau wurde seit dem 22. Januar dieses Jahres nicht mehr erreicht. Zum Dollar fällt der Franken 0,1 Prozent auf 0,7919. Am späten Freitagabend hatte die US-Währung noch 0,7887 gekostet.
Das Euro/Dollar-Paar geht aktuell zu 1,1686 um, nach 1,1732 vor dem Wochenende.
Als «tendenziell positiv» wird der Ausgang der Wahlen in Ungarn für den Euro angesehen. Die Anleger hoffen auf weniger EU-interne Blockaden: Der bisherige Amtsinhaber Viktor Orbán hatte wiederholt EU-Beschlüsse blockiert, unter anderem Hilfen für die Ukraine oder Sanktionen gegen Russland. Péter Magyars Tisza-Partei, die eine Zweidrittelmehrheit erreichen könnte, hatte erklärt, Ungarns Westbindung wiederherzustellen.
In der Folge gewann der Ungarische Forint gegenüber dem Euro an Wert. Denn die Märkte setzten auf eine Annäherung Ungarns an die EU und eine verbesserte wirtschaftliche Stabilität.
Die Dollarstärke demgegenüber erklärt sich mit der Funktion des Greenback als ein Fluchtmittel. Zudem wird Öl überwiegend in Dollar bezahlt. Da die Ölpreise zuletzt wieder zugelegt hatten, wird der Dollar auch deswegen wieder stärker nachgefragt.