Das Ehepaar S. aus T. ist 60 Jahre alt und hat zwei erwachsene Kinder. Es verfügt über ein jährliches Erwerbseinkommen von 180 000 Franken, ein Wertschriftendepot von 600 000 Franken und ein selbst bewohntes unbelastetes Einfamilienhaus mit einem Verkehrswert von rund 900 000 Franken. Die Anlagepolitik ist auf Sicherheit ausgerichtet.
Verlockend.
Drei Positionen mit strukturierten Produkten verlocken mit ihrem Kapitalschutz zum Gebrauch als Obligationenersatz. Die Höhe des Zinscoupons berechnet sich jedoch aus der Entwicklung des zugrundeliegenden Aktienkorbes. Die Renditeerwartungen haben sich leider nicht erfüllt. Beim Zinspapier mit Bonus wurde seit 2005 nur einmal ein Zinscoupon von mehr als einem Prozent ausbezahlt, nämlich 2006 mit 3,1 Prozent. Bei den anderen beiden Zinspapieren betrug der Coupon in den letzten beiden Jahren sogar null Prozent.
Alternative.
Die Rendite eines Triple-A-Schuldners mit einer Laufzeit von sechs Jahren, die im kommenden Jahr fällig wird, beläuft sich auf durchschnittlich 2,25 Prozent. Im Vergleich sind die ausbezahlten Coupons der Raiffeisen-Zinspapiere deutlich tiefer. So ergibt sich eine Renditedifferenz von knapp 40 Prozent.
Realistisch.
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Wichtig ist, beim Erwerb die in Aussicht gestellten Renditen eines Zinspapiers realistisch zu beurteilen. Sie liegt über die gesamte Laufzeit meist nur geringfügig höher als jene einer klassischen Obligation. Die in Aussicht gestellte Maximalrendite ist über die gesamte Laufzeit kaum zu erreichen.
Wie weiter?
In der Regel ist die mögliche Rendite von Kapitalschutzprodukten, wie sie die Eheleute S. im Depot haben, bloss geringfügig höher als bei herkömmlichen Obligationen, sodass sich die zusätzlichen Risiken nicht lohnen. Deshalb sollten Herr und Frau S. Obligationen oder Obligationenfonds den erwähnten Produkten vorziehen, sobald diese ablaufen.