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Meinung

Die neue Anlegerfalle Allzeithoch

Der SMI eilt von Rekord zu Rekord. Viele Anleger fürchten den nächsten Crash – doch Emotionen sind hier fehl am Platz.

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«Auf Rekordniveau zu investieren, fühlt sich falsch an. Doch an der Börse sind Gefühle schlechte Ratgeber», schreibt Erich Gerbl. Paul Seewer für BILANZ

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Der SMI hat die 13’000er-Marke nun deutlich hinter sich gelassen und marschiert erstmals auf die 14’000er-Hürde zu. An den US-Börsen sind neue All-Time Highs seit Anfang 2024 an der Tagesordnung, in der Schweiz müssen sich Anleger erst an die Rekorde gewöhnen. Da macht sich schon mal Unbehagen breit. Der nächste Crash, der die aufgebauten Gewinne wieder eliminiert, scheint nicht mehr weit. Der Drang, die Buchgewinne in echte umzuwandeln, steigt. Auf Rekordniveau zu investieren, fühlt sich falsch an. Doch an der Börse sind Gefühle meist schlechte Ratgeber. Profis verlassen sich auf Daten. Und die sprechen für die All-Time Highs.
Der US-Vermögensverwalter AllianceBernstein hat die Entwicklung des Aktienmarkts zwischen 1980 und 2025 analysiert und kommt zu folgendem Ergebnis: An Rekordtagen getätigte Investments in den US-lastigen MSCI World schnitten sowohl über zwölf Monate als auch über drei Jahre überdurchschnittlich gut ab. Begründet wird dies mit den Unternehmensgewinnen. Denn die steigen in Phasen, in denen Rekorde an der Börse fallen, weiter an. Und schlussendlich entscheiden die Gewinne, wohin die Reise an der Börse geht. Auch dieser Bullenmarkt wird ein Ende finden. Doch die Wende kommt meist anders und später, als man denkt.

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