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Manager des fünftbesten Fonds

«Wir sind bis zum Jahr 2030 sehr optimistisch»

Audun Wickstrand Iversen sagt eine rasante Entwicklung ­disruptiver Technologien voraus. SpaceX hält er für zu teuer.

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Audun Wickstrand Iversen ist der Manager des mit 280 Millionen Euro gefüllten DNB Disruptive Opportunities Fund. Dieser wurde als einer der fünf ­besten Fonds der Welt ausgezeichnet. PR

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Herr Wickstrand Iversen, die ersten fünf Monate 2026 haben die Aktionäre wieder einige Nerven gekostet. Wie ist Ihre Prognose für das restliche Jahr?

Man muss sich auf einige Schwankungen gefasst machen. Aber wir werden das Jahr auf einem höheren Niveau als heute beenden.

Was löst die Turbulenzen aus?

Die Midterms in den USA. Vor und nach solchen Zwischenwahlen gibt es oft eine Menge Risiken – und der Markt mag dieses Risiko nicht. Sobald die Wahlen vorbei sind, kommt der Markt wieder zur Ruhe. Insgesamt sind wir bis zum Jahr 2030 sehr optimistisch. 2030 müssen wir dann sehen, wo wir stehen. Denn ich denke, es wird sich vieles ändern.

Wegen der künstlichen Intelligenz?

Genau, die ist der Treiber. Sie frisst sich in immer mehr Technologien hinein, ob bei Drohnen oder selbstfahrenden Autos. Durch Rechenzentren im All wird die Weltraumwirtschaft in einer Weise in die KI-Infrastruktur integriert, wie ich es vor drei Jahren noch nicht einmal für möglich gehalten hätte. Innerhalb der nächsten fünf Jahre wird sich wohl alles sehr schnell entwickeln. Es sind erstaunliche Zeiten, in denen wir leben. Wir sollten das zu schätzen wissen.

Sie managen einen Fonds für disruptive Technologien. Sind Sie an SpaceX-Aktien interessiert?

Bei der derzeitigen Bewertung halten wir andere Satellitenunternehmen für viel attraktiver. Wir sind in AST SpaceMobile, Rocket Lab und ein kleines Unternehmen namens Redwire investiert.

Wo decken Sie disruptive Technologien wie KI, autonomes Fahren und Drohnen ab?

Wir besitzen Kraken Robotics. Das Unternehmen stellt Unterwasserdrohnen für Überwachungen her. Eine aussichtsreiche KI-Wette ist der Speicherhersteller Micron. Auch Aurora Innovation, ein Spezialist für autonomes Lkw-Fahren, gefällt uns.

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Früher waren Sie ein Fan von Tesla. Warum haben Sie Tesla nicht genannt?

Wir sind von Tesla etwas enttäuscht. Wir würden gerne etwas mehr Fortschritte bei der Einführung des autonomen Fahrens sehen. Ausserdem wurde die Vorstellung von Optimus, dem Humanoiden, auf August verschoben. Deshalb sind wir bei Tesla auf kurze Sicht etwas vorsichtig.

Donald Trump hat immer wieder Rückschläge an den Börsen verursacht. Machen Sie sich keine Sorgen, dass er die Kurse wieder zum Einsturz bringt?

Ich denke, die Tage, da Trump einen grossen Einfluss auf den Markt hatte, sind vorbei. Gerade wenn es um Geopolitik geht, ist der Markt seltsam. Er neigt dazu, über all die Kriege und Konflikte hinwegzusehen.

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