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KI-Einsatz bei Schweizer Banken

«Der Mensch bleibt unersetzlich»

KI verändert die Geldwäschereibekämpfung im Finanzsektor. Die Juristin Cornelia Stengel erklärt, was neu möglich ist und wo die Grenzen liegen.

Fabienne Kinzelmann

Cornelia Stengel
Expertin Stengel: «KI ist nicht gleich KI.» zVg

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Ist KI ein Segen bei der Geldwäscherei-Bekämpfung – oder eher ein Fluch, weil eben auch die bösen Buben darauf zurückgreifen können?

Aus meiner Sicht eher ein Segen. Eine Bank kann im Rahmen des Transaktionsmonitorings verdächtige Finanzströme besser erkennen und die Ressourcen für die Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung gezielter einsetzen. Ausserdem kann KI beim Know-how-Management unterstützen, indem die Mitarbeitenden die Antworten auf ihre Fragen nicht aus Weisungen und Arbeitsanleitungen zusammensuchen müssen, sondern direkt geliefert erhalten – im besten Fall zusammen mit einem Link zum relevanten Dokument. Und ich glaube umgekehrt nicht, dass KI so schnell eine «bessere» Methode für Geldwäscherei findet als Menschen.

Wird Transaktionsmonitoring-KI in der Schweiz schon eingesetzt?

Ja. Wo, darf ich Ihnen aber nicht sagen, das unterliegt dem Anwaltsgeheimnis.

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