Im ersten Quartal 2026 war das zunächst nur bei kurzen Laufzeiten zu sehen, wie eine Auswertung zeigt. Obwohl die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Leitzins in der März-Sitzung nicht angetastet hat, sehen die Comparis-Experten für die Hypothekarzinsen einen zunehmenden Aufwärtsdruck. Die Erwartungen an die Inflation seien mit dem Iran-Krieg gestiegen, was zu höheren Marktzinsen führe, hiess es.
Im ersten Quartal sind die Kapitalmarktzinsen nach Ausbruch des Kriegs gestiegen. Nachdem die Rendite für 10-jährige Bundesobligationen bei 0,33 Prozent ins Jahr 2026 gestartet war, lag sie nach einem Rückgang bis Ende Februar (0,23 Prozent) per Ende März bei 0,40 Prozent.
Anstieg bei kurzen Laufzeiten
Zugleich entwickelten sich die Refinanzierungskosten der Banken, die sogenannten Swaps, unterschiedlich: Swaps mit 10-jähriger Laufzeit fielen von 0,66 Prozent Ende 2025 bis Ende März auf 0,55 Prozent. 3-jährige Swap-Sätze stiegen dagegen von 0,14 auf 0,30 Prozent. Das wirkt sich auf die Zinsen von Festhypotheken aus, da die Institute die Marge auf den Swap-Satz addieren. So sank der Richtsatz für 10-jährige Festhypotheken bis Ende März auf 1,81 Prozent nach 1,93 Prozent zu Jahresbeginn und jener für 5-jährige leicht auf 1,62 Prozent.
Demgegenüber stieg der Zins für 3-jährige Hypotheken um 3 Basispunkte auf 1,39 Prozent, wie die Analyse weiter zeigt. Erstrangige Saron Hypotheken wurden Ende März im Durchschnitt zu 0,8 bis 1,2 Prozent angeboten. Das war auch vergangenen Dezember der Fall.
Comparis berechnet den Richtsatz zu den Festhypotheken anhand der von 30 Kreditinstituten öffentlich publizierten Referenzzinsen.