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Diese Fondsmanagerin hat Gold im Blut

Imaru Casanova hat 1,7 Milliarden Dollar in Goldminen-Aktien investiert. Sie stellt eine Fortsetzung der Goldhausse in Aussicht.

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Fondsmanagerin Imaru Casanova sucht aussichtsreiche Goldaktien.
Fondsmanagerin Imaru Casanova sucht aussichtsreiche Goldaktien.Mario Wagner / 2Agenten für BILANZ

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Mit 16 Jahren verliess Imaru Casanova ihre Heimat in Venezuela mit einem Auslandsstipendium – ohne Englisch zu sprechen. Der Sprachkurs, der sie auf das Leben in den USA vorbereiten sollte, fand dann an der Colorado School of Mines statt; ein lustiger Zufall, wie sich später zeigen sollte. Nach dem Sprachkurs blieb sie in den USA, studierte Maschinenbau an der Case Western University und heuerte mit 25 Jahren bei Shell Oil an. Auf einem Lastkahn auf dem Maracaibo-See vermass sie Bohrgestänge, unweit ihres Heimatorts. Dass sie dabei als Frau eine Exotin war, war für sie kein Problem.
Den Aufstieg bei Shell schlug sie aus. Stattdessen zog Casanova nach New York und begab sich auf die Suche nach einem Job an der Wall Street. Eine Research-Boutique brauchte einen Öl- und Gasanalysten – Casanova hatte den passenden Lebenslauf. Bald wechselte sie zu BMO Capital Markets und dort vom schwarzen zum gelben Gold. Nach etwas Jobhopping, wie es an der Wall Street üblich ist, landete sie 2011 bei VanEck, einem globalen Vermögensverwalter, der für Gold- und Silberminen-ETFs bekannt ist. Zuerst werkte sie dort als Senior Analyst für die Goldstrategie. 2023 wurde die heute 50-Jährige Portfoliomanagerin des aktiv verwalteten VanEck International Investors Gold Fund – einem Gefäss, in dem rund 1,7 Milliarden Dollar investiert sind. In den letzten drei Jahren erzielte der Fonds eine annualisierte Rendite von über 55 Prozent pro Jahr – die Goldhausse hat hier natürlich für kräftigen Rückenwind gesorgt.

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Die Euphorie um Gold hat sich gelegt, Casanova bleibt optimistisch: «Wir könnten die früheren Höchststände und mehr wieder erreichen.» Zentralbanken, allen voran China, diversifizieren seit Jahren konsequent aus dem Dollar heraus und kaufen Monat für Monat Gold zu. Die Privatanleger haben ein wenig das Interesse verloren, das könnte sich durch die anhaltenden geopolitische Spannungen und der Sorge vor einer zweiten Inflationswelle aber schnell ändern. Noch mehr als vom physischen Metall ist sie von den Minenbetreibern überzeugt. Die seien finanziell in einer so guten Verfassung wie nie zuvor.

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