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Meinung

Langfristig gesehen, ist alles klar

Kaufkraft schmolz, Aktien lieferten: Wer Ende 2004 eine Million Franken global investierte, hätte laut Vanguard real 4,1 Millionen Franken – trotz Finanzkrise.

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«Argumente, die gegen ­Risikoanlagen sprechen, lassen sich jederzeit finden», schreibt Erich Gerbl.
«Argumente, die gegen ­Risikoanlagen sprechen, lassen sich jederzeit finden», schreibt Erich Gerbl.Paul Seewer für BILANZ

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Dass übermässig viel Geld auf dem Konto wenig Sinn macht, ist bekannt. Doch die nackten Zahlen sind dann schon eindrucksvoll. Eine Million Franken, am 31. Dezember 2004 zum SNB-Einlagensatz verzinst, hatte Ende 2025 noch eine reale Kaufkraft von 955 765 Franken, so eine Analyse von Vanguard. Und dies, obwohl die Inflation in der Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern, nicht zuletzt dank des starken Frankens aussergewöhnlich niedrig war – zum Teil sogar negativ. In den FTSE All-World Index investiert, hätte sich die Million in derselben Zeit ohne Berücksichtigung der Anlagekosten inflationsbereinigt auf 4,1 Millionen vermehrt.
Dabei ging es in den 21 Jahren mitunter turbulent zu. In der Finanzkrise verlor der Index mehr als die Hälfte seines Wertes und brauchte sechs Jahre, um die Verluste wieder wettzumachen. Auch wenn Vermögensverwalter mit solchen Analysen den Verkauf ihrer Produkte fördern wollen, treffen sie einen wichtigen Punkt. Krisen gibt es immer wieder. Argumente, die gegen Risikoanlagen sprechen, lassen sich jederzeit finden. Aber wer langfristig Vermögen aufbauen will, muss die Angst hinter sich lassen und – breit diversifiziert – in Aktien investieren. Vielleicht muss man einfach lernen, sich auf die positiven Dinge zu fokussieren.

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