Sowohl in meinem privaten wie in meinem beruflichen Umfeld stelle ich fest, dass sich insbesondere Frauen vermehrt Gedanken über langfristige Finanzthemen machen, vor allem über ihre
Vorsorgesituation. Dies vor allem, weil sich grosse Veränderungen innerhalb der Vorsorgesysteme abzeichnen. Gerade bei Frauen wirft dies oft Fragen auf und löst Unsicherheiten aus. Aus meiner Sicht ist es deshalb sehr wichtig, dass sich sowohl Frauen als auch Männer frühzeitig mit ihren langfristigen Finanzen auseinandersetzen, ihre Ziele definieren, planen und auch kontinuierlich verfolgen. Es gilt, die finanzielle Unabhängigkeit im Alter und den Handlungsspielraum bei unerwarteten Ereignissen zu bewahren.
Neben dem gesetzlich tieferen Rentenalter gibt es bei Frauen spezifische Einflüsse, die grossen Einfluss auf die Vorsorgesituation haben können. Zum Beispiel verdienen Frauen im Durchschnitt über ein Arbeitsleben hinweg weniger, leben jedoch statistisch gesehen länger. Das heisst, ihr Vorsorgekapital muss länger ausreichen. Es zeigt sich auch, dass Frauen eher dazu neigen, defensivere Anlagestrategien zu wählen, was auf längere Sicht Einfluss auf die Vermögensbildung hat. Selbstverständlich kann man das nicht verallgemeinern, jede Situation ist individuell zu betrachten, sowohl bei Frauen als auch bei Männern.