«Die Fachhochschule signalisiert in den meisten Fällen, dass die Leute bereits Arbeitserfahrung mitbringen, etwa aus einer Berufslehre oder dem berufsbegleitenden Studium», sagt Bildungsökonom Jürg Schweri der Zeitung. Ausserdem handle es sich um eine ganz bestimmt Gruppe von Uni-Studenten, die sich mit dem Bachelor-Titel zufrieden gebe und auf einen Master-Abschluss verzichte. Studenten mit einem Master-Titel verdienen denn auch deutlich mehr: Fünf Jahre nach Abschluss wird ihnen durchschnittlich 95‘000 Franken jährlich ausbezahlt, wer ein Doktorat vorweisen kann, kriegt durchschnittlich sogar 105‘000 Franken. Besonders gut verdienen Juristen mit einem Doktortitel: Bereits fünf Jahre nach dem Abschluss beträgt ihr mittlerer Lohn 130‘000 Franken im Jahr.
Grosse Geschlechterunterschiede
Wie die Studie weiter aufzeigt, sind die Geschlechterunterschiede nach wie vor sehr gross. Im Schnitt arbeiten Frauen fünf Jahre nach Abschluss deutlich häufiger Teilzeit, bei den PH- und FH-Abgängern sind es über die Hälfte der Frauen. Auch verdienen sie deutlich schlechter. Selbst wenn Effekte wie eine unterschiedliche Studienwahl oder häufigere Teilzeitarbeit herausgerechnet werden, kriegen Frauen durchschnittlich über 5‘000 Franken im Jahr weniger als Männer. Eine Frau mit Doktortitel in Naturwissenschaften verdient fünf Jahre nach Abschluss im Schnitt 7‘200 Franken weniger als ein Mann mit derselben Ausbildung.