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CEO des norwegischen Staatsfonds: «Wir sehen viele Gründe, wirklich vorsichtig zu sein»

Der norwegische Staatsfonds hat sich in den letzten vier Jahren im Wert verdoppelt. Die Entwicklung wird so nicht anhalten, sagt dessen Chef Nicolai Tangen.

Nicolai Tangen ist Chef der norwegischen Staatsfonds.
Nicolai Tangen ist Chef der norwegischen Staatsfonds.IMAGO/NTB

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«Natürlich ist man nach einer solchen Rally etwas nervöser», sagte Nicolai Tangen in einem Interview mit Bloomberg. «Man ist sich aller Gefahren da draussen etwas bewusster. Wir sehen viele Gründe, wirklich vorsichtig zu sein. Wir sehen KI-Bewertungen. Wir sehen Geopolitik.»
Tangen sprach, nachdem der Fonds eine Rekordrendite von 1,4 Billionen Kronen gemeldet hatte. Das sind umgerechnet 150 Milliarden Dollar. Sie betrifft die erste Jahreshälfte. Die Gewinne stammten aus Beteiligungen an globalen Technologieunternehmen.
Die Kommentare des CEO folgen Warnungen aus dem Frühjahr dieses Jahres. Ein Expertengremium hatte politische Risiken in den USA und Konzentrationsrisiken bei Technologieunternehmen genannt.

Risiko- und Erwartungsmanagement sind zentral

Tangen übernahm die Leitung des Fonds im Jahr 2020. In den vergangenen Monaten warnte er die norwegische Öffentlichkeit zunehmend. Der Fonds werde «irgendwann» von einem Einbruch getroffen. Im schlimmsten Fall könne er komplett verschwinden. «Erwartungsmanagement ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit», sagte er. «Und das ist es, was wir jetzt tun.»
In einem separaten Interview mit Bloomberg wies Tangen auf wachsende Bedenken hin. Es gehe um zirkuläre Finanzierung. Diese bläst eine KI-Blase auf. «Das erhöht das Risiko im System, falls etwas schiefgeht», sagte er.

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Der Fonds hatte zuvor gesagt, dass eine KI-Blase dem grössten Vermögensfonds der Welt potenziell 35 Prozent seines Werts kosten könnte. Wiederum geopolitische Risiken könnten im schlimmsten Fall bis zu 37 Prozent des Fondswerts vernichten. Dazu gehören globale Investitionsbeschränkungen und strenge Zölle.
Die zehn grössten Beteiligungen machen «fast» 25 Prozent des Fondswerts aus, sagte Tangen. «Wir haben noch nie ein solches Konzentrationsrisiko gesehen», fügte er hinzu. Der Fonds wurde in den frühen 1990er Jahren gegründet. Der Fonds besitzt nun rund 1,5 Prozent aller börsennotierten Unternehmen der Welt.
Das Unternehmen investiert im Einklang mit einem Benchmark-Index. Das norwegische Finanzministerium legt diesen fest. Der Spielraum für aktive Schritte ist begrenzt. Das Portfolio umfasst Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Immobilien und erneuerbare Infrastruktur. Alles liegt ausserhalb Norwegens.
«Der Fonds hat sich in den letzten vier Jahren verdoppelt», sagte Tangen. «Das wird nicht anhalten.»
(Bloomberg/cash)

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