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Meinung

Totgesagte leben länger – hoffentlich

Ein Hack von Coldcard hat einmal mehr vor Augen geführt, wie leicht Anleger in der Kryptowelt Geld verlieren können. Bitcoin ist nach wie vor eine uneinnehmbare Festung. Doch es ist Zeit aufzurüsten.

«Es ist Zeit aufzu­rüsten. Sonst be­kommen die Untergangs­propheten doch noch recht», schreibt Erich Gerbl.
«Es ist Zeit aufzu­rüsten. Sonst be­kommen die Untergangs­propheten doch noch recht», schreibt Erich Gerbl.BILANZ

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Bitcoin wurde schon oft totgesagt. Auf der Website Bitcoindeaths.com sind 476 «Todesanzeigen» nach Datum gereiht. Zuletzt prognostizierte der Chef des World Gold Council «die Null». Totgesagte leben länger. Als der US-Finanzminister sich gezwungen sah, einen Abverkauf am Bondmarkt durch eine Intervention zu beenden, waren Bitcoin und Co. plötzlich wieder gefragt. Shortpositionen in Milliardenhöhe wurden liquidiert.
Doch die Kryptoindustrie sollte sich nicht zu früh freuen. Nicht nur, weil viele Investoren nach wie vor auf Verlusten sitzen, ist Feierlaune fehl am Platz. Besorgniserregend ist ein Hack von Coldcard, für den sich im Kryptowinter kaum jemand interessiert. Kriminelle räumten 5200 Hardware-Wallets leer. Obwohl offline, waren die Wallets durch einen Firmware-Fehler angreifbar. Investoren wurde das Risiko von Kryptoanlagen einmal mehr vor Augen geführt.
Noch ist die Bitcoin-Blockchain eine uneinehmbare Festung, doch Quantencomputer werden von der Fiktion zur Realität. Bis sie einen Angriff auf die grösste Blockchain durchführen, ist es nur eine Frage der Zeit. Auch wenn derzeit nur Coins aus der Satoshi-Ära gefährdet sind, würde ein erfolgreicher Hack das Vertrauen erschüttern. Es ist Zeit aufzurüsten, sonst bekommen die Untergangspropheten doch noch recht.

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