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Die Hausse lebt

Gold macht sich gut im Portfolio – und ist bereits wieder auf Rekordkurs

Nach dem Ausverkauf steigt die Hoffnung unter den Goldfans. Es gibt viele gute Gründe für neue Rekorde.

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Gold wird aus dem Boden geholt, in glänzende Barren gegossen und wieder weggesperrt, nicht selten in Tresoren, die in Berg­stollen verborgen sind. Auf den ersten Blick keine allzu innovative Inves­tition. Doch besonders Notenbanken zieht das Edelmetall so stark an wie seit Langem nicht mehr.
Gold wird aus dem Boden geholt, in glänzende Barren gegossen und wieder weggesperrt, nicht selten in Tresoren, die in Berg­stollen verborgen sind. Auf den ersten Blick keine allzu innovative Inves­tition. Doch besonders Notenbanken zieht das Edelmetall so stark an wie seit Langem nicht mehr.Getty Images

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Es war ein historischer Exodus. Im März zogen Investoren 11,8 Milliarden Dollar aus Gold-ETFs ab – so viel wie noch nie. Weil sich die Zinssenkungsfantasien mit der Blockade der Strasse von Hormus auflösten, büsste der Goldpreis nach und nach ein Viertel seines Werts ein. Am 17. Juli gab es die gut 31 Gramm des Edelmetalls für weniger als 4000 Dollar.
Doch das könnte der Tiefpunkt gewesen sein. Allmählich kehrt bei den Investoren die Hoffnung zurück. In den ersten Augustwochen gelang ein Ausbruch nach oben. Vieles spricht dafür, dass die seit Jahren laufende Goldhausse weitergeht. Der grösste Treiber bleibt die Entdollarisierung des globalen Finanzsystems. Dass Russland im Zuge des Angriffs auf die Ukraine den direkten Zugriff auf Dollarreserven und US-Treasuries verlor, hat nicht nur beim Aggressor eine Vertrauenskrise ausgelöst. Seit Jahren werden vor allem in Schwellenländern US-Staatsanleihen im grossen Stil durch physisches Gold ersetzt. Wie die Europäische Zentralbank am 2. Juni erstmals bestätigte, hat Gold die US-Treasuries als grösstes Reserveasset der Notenbanken abgelöst. Ein Ende in der Entwicklung ist nicht in Sicht.
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