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Nach Warnung der Bank of America

Gerät der Ertragsmotor der UBS ins Stocken?

Die Aktien der UBS verlieren am Dienstag teils deutlich. Auslöser sind zurückhaltende Branchensignale aus den USA.

Luca_Niederkofler

UBS-CEO Sergio Ermotti: Die Aktien der Schweizer Grossbank sind derzeit unter Druck.
UBS-CEO Sergio Ermotti: Die Aktien der Schweizer Grossbank sind derzeit unter Druck.Keystone

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Die Aktien der UBS fallen am Dienstag im frühen Handel zeitweise um 4,7 Prozent auf 41,31 Franken. Damit befinden sich die Titel der Grossbank wieder auf dem Niveau von Anfang Juli. Gegen Handelsschluss betrug das Minus noch rund 2,8 Prozent. Bereits am Montag hatte der Titel fast 3 Prozent nachgegeben.
In einem allgemein schwachen Marktumfeld – der SMI konnte seine Verluste etwas eingrenzen und lag am späten Dienstagnachmittag rund 0,5 Prozent tiefer bei 13'813 Zählern – führen die Kommentare des CEO der Bank of America am Montag bei Bankwerten zu Zurückhaltung. So geben am Dienstag im frühen Handel auch die Titel von BNP Paribas oder jene von Unicredit über 2,2 Prozent nach.
Bank-of-America-Chef Brian Moynihan hat für das dritte Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum «relativ stabile» Handelserträge in Aussicht gestellt. Damit zeichnet sich allerdings eine unerwartete Unterbrechung des Aufschwungs ab, den die Wall Street in der ersten Jahreshälfte verzeichnete.
Die Gebühren im Investmentbanking dürften sich auf rund 1,6 Milliarden bis 1,8 Milliarden Dollar belaufen, sagte Moynihan am Montag auf einer Barclays-Konferenz. Analysten hatten mit einem Gebührenvolumen gerechnet, das näher an 2 Milliarden Dollar liegen würde. Die Aktien von Bank of America brachen am Montag daraufhin zeitweise um bis zu 6 Prozent ein.

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Anlegerinnen und Anleger dürften nun dieselben Befürchtungen für die Handelserträge bei der UBS haben. Und diese waren bis anhin äusserst stark: Allein im ersten Halbjahr erzielte die Grossbank Handelserträge in Höhe von 6,3 Milliarden Dollar. Damit trug sie neben Barclays, Deutsche Bank und BNP Paribas massgeblich dazu bei, dass die europäischen Investmentbanken im ersten Halbjahr einen 10-Jahres-Höchststand von 32 Milliarden Dollar an Handelserträgen erreichten.
Während europäische Investmentbanken allgemein seit Jahren Mühe haben, auf dem globalen Handelsmarkt ihre Marktanteile gegen die grössere US-Konkurrenz zu verteidigen - ihr Ertragsmarktanteil fiel von fast 40 Prozent vor neun Jahren auf ein Tief von 25 Prozent im zweiten Quartal 2026 -, konnte die UBS im selben Zeitraum stark punkten. So baute die UBS ihren Anteil am lebhaften globalen Handel seit 2021 um 0,6 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent im zweiten Quartal 2026 aus. Das ist einer der grössten Zugewinne unter den Banken.
Die Enttäuschung über eine mögliche Stagnation im dritten Quartal wiegt bei der UBS nun besonders schwer, da die Analystenschätzungen zuletzt stark nach oben korrigiert wurden. Für das Gesamtjahr 2026 geht der Konsens bislang von robusten Handelserträgen in Höhe von 11 Milliarden Dollar für die UBS aus.

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Insbesondere im Aktienhandel verzeichnete die Grossbank die grössten Aufwärtskorrekturen unter den europäischen Kreditinstituten: Die Schätzungen für 2026 wurden um 35 Prozent auf über 6,3 Milliarden Dollar angehoben. Auch im Handel mit anderen Wertpapieren stiegen die Erwartungen für die UBS. Sollte sich die Abkühlung der Wall Street nun auch im Geschäft der UBS widerspiegeln, könnten diese ambitionierten und hochgeschraubten Ziele in Gefahr geraten.
(Mit Material von Bloomberg)
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