Bei der an der Londoner Börse kotierten «Partners Group Private Equity Limited» (PGPE) gibt es künftig Beteiligungsaktien und Realisierungsaktien.
Die vom unabhängigen Verwaltungsrat von PGPE beschlossene Zweiteilung erlaube den Aktionären die Wahl zwischen der Beteiligung an der langfristigen Strategie des Fonds und einem Pfad zur Realisierung der Liquidität über die Zeit, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Mit dem Vorschlag wolle Partners Group die anhaltenden Abschläge angehen, mit denen die überwiegende Mehrheit der in Grossbritannien kotierten Investmentfonds gehandelt werden.
Die Anzahl der «Realisierungs-Aktien» wird allerdings auf 30 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals beschränkt. Das entspreche bei vollständiger Ausübung einem Wert von rund 250 Millionen Euro, heisst es. Es handle sich um eine «ausgewogene Lösung» für eine Minderheit der Teilhaber, die Liquidität anstrebten, während die anderen Aktionäre an der langfristige Investition teilhaben könnten.
Partners Group war in den vergangenen Wochen in die Schlagzeilen geraten, weil der Privatmarktspezialist die Rücknahmen bei Evergreen-Fonds - das sind offene Fonds ohne Laufzeitbeschränkung - nach erhöhten Rücknahmeforderungen eingeschränkt hatte. Beim PGPE handle es sich allerdings nicht um eine offene Fondsstruktur.
Die Titel von Partners Group waren nach dem Bekanntwerden der Rücknahmeeinschränkungen zweistellig abgesackt und haben sich seither nur geringfügig erholt. Für das Gesamtjahr 2026 resultiert für die Titel weiterhin ein Minus von rund 27 Prozent.