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Nach positiven Studiendaten

Novartis-Aktie nach Sprung auf Allzeithoch im Fokus der Anleger

Positive Studiendaten haben die Novartis-Aktien auf ein Allzeithoch befördert. Besitzt die Aktie nach der jüngsten Kursexplosion weiteres Potenzial oder droht eine Konsolidierung?

Luca_Niederkofler

Novartis-Chef Vas Narasimhan bei einem Interview am WEF 2020 in Davos.
Novartis-Chef Vas Narasimhan bei einem Interview am WEF 2020 in Davos.Bloomberg

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Gegen den deutlichen Abwärtstrend an den weltweiten Handelsplätzen haben die Aktien von Novartis am Dienstag eine starke Aufwärtsbewegung vollzogen. Während internationale Indizes wie der STOXX 600 (-0,6 Prozent), Nikkei (-2,7 Prozent) oder S&P 500 (-0,7 Prozent) allesamt im Minus schlossen, rettete die Aktie des Basler Pharmakonzerns den Schweizer Leitindex SMI ins Plus. Die Titel schlossen um 6,3 Prozent höher auf 130,96 CHF. In der Spitze markierten die Titel bei 132,48 CHF ein neues Allzeithoch.
Auslöser für den Höhenrausch waren positiv ausgefallene Ergebnisse aus zwei entscheidenden Phase-III-Studien (Remodel-1 und Remodel-2) zur Behandlung von schubförmiger Multipler Sklerose. Das oral einzunehmende Medikament senkte die jährliche Rückfallquote gegenüber dem Vergleichspräparat Aubagio von Sanofi signifikant, verringerte entzündliche Hirnläsionen im MRI und verlangsamte das Fortschreiten körperlicher Einschränkungen. Zudem überzeugte das Sicherheitsprofil ohne Hinweise auf Lebertoxizität.
Fundamentalseitig unterstreichen die Studiendaten das erhebliche kommerzielle Potenzial. Analystinnen und Analysten der Investmentbank Jefferies trauen Remibrutinib Spitzenumsätze von mehr als drei Milliarden Dollar zu, was auch den Rivalen Roche mit seinem Kassenschlager Ocrevus unter Druck setzen dürfte. Vontobel wiederum senkte den Risikoabschlag für das Medikament mit einem erwarteten Spitzenumsatz von 1 Milliarde Dollar von 50 auf 20 Prozent. Weitere Informationen werden nun bei der Datenpräsentation an der MSToronto2026 vom 21. bis 23. Oktober erwartet.

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Mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 16,7x für das nächste Geschäftsjahr notieren die Valoren aber über ihrem historischen Durchschnitt. Zusammen mit einer verlässlichen Dividendenrendite von gut 2,8 Prozent auf Basis der zuletzt ausgeschütteten Dividende von 3,70 CHF bietet der Pharmariese allerdings ein solides Fundament.
Charttechnisch hat sich das Bild für die Titel mit dem Ausbruch auf Rekordniveau etwas aufgehellt. Nach unten bietet die psychologisch wichtige Marke von 130 bis 131 CHF nun etwas Halt. Da der Schlusskurs diese Schwelle noch nicht nachhaltig überwinden konnte, sind Anlegerinnen und Anleger allerdings noch nicht aus dem Schneider. Nach oben stellt das frische Allzeithoch bei 132,48 Franken den einzigen verbleibenden Widerstand dar.
Im Analystenfeld dominiert derzeit noch eine abwartende Haltung. Das Konsensrating umfasst aktuell sechs Kaufempfehlungen, 12 Einstufungen auf «Halten» sowie zwei Verkaufsempfehlungen. Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel liegt bei 126,50 CHF, was im Vergleich zum aktuellen Kursstand ein rechnerisches Konsolidierungsrisiko von rund 3,5 Prozent impliziert.
Der Fachkongress MSToronto2026 sowie die Ergebnispublikation zum dritten Quartal am 27. Oktober sind die nächsten wichtigen Kurstreiber. Anlegerinnen und Anleger werden dabei primär die operative Margenentwicklung, die Erlöse der Kernprodukte sowie etwaige Updates zum Prüfstatus der ausgesetzten Zelltherapie-Studien genau im Auge behalten.

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