Empfehlung der JPMorgan-Strategin

Trotz «chaotischer Situation» sollten die Leute investieren

Eine Markstrategin der US-Bank JPMorgan empfiehlt, auch in der momentan politisch unübersichtlichen Lage das Geld zu investieren.

Reto_Zanettin_cashch

file7quazq9mkl510x4r82ef
Stand von J.P. Morgan an der Finanzmesse Sibos 2016 in Genf. cash

Werbung

Laut Karen Ward, Chefstrategin EMEA-Zone (Europa, Naher Osten und Afrika) der US-Grossbank JPMorgan, sollten die Leute nicht so viel sparen, sondern selbst in der aktuell chaotischen Phase investiert sein. Das sagte Ward am Dienstag an einem Medienevent in London.
Ward stellt fest, dass Privatanleger aufgrund der geopolitischen Lage verunsichert seien und aus dieser Haltung heraus das Geld lieber auf ein Sparkonto legen als es in den Kapitalmarkt zu stecken.
Die JPMorgan-Strategin verschweigt freilich nicht, dass die Lage wirr ist. Die Situation sei «chaotisch». Doch gerade dieser chaotische Zustand veranlasse die Regierungen zu höheren Ausgaben, zum Beispiel für das Militär, für die Energieversorgung und für Technologie.
Zugleich geben die Unternehmen mehr aus. So unter anderem die grossen Technologieunternehmen in den Vereinigten Staaten, welche auch in den nächsten paar Jahren Hunderte von Milliarden Dollar für Künstliche Intelligenz sowie Infrastruktur für Künstliche Intelligenz aufwenden. Ausdruck davon ist der schon jetzt erkennbare Boom der Rechenzentren.
Für Ward ist klar, was dabei herauskommt: Wachstum. Somit sollten Investoren der Strategin zufolge zwischen den politisch angefachten Turbulenzen und den wirtschaftlichen Entwicklungen unterscheiden.

Partner-Inhalte

«Get into those risk markets» («Steigen Sie in diese Risikomärkte ein»), sagte Ward. Sie unterstrich ihre Argumentation am Beispiel von 100 Dollar, die wahlweise angelegt oder auf ein Sparkonto gelegt werden. Auf dem Bankkonto schmelze das Geld real, da die Inflation die sehr tiefen Zinsen aufzehre, während es sich am Kapitalmarkt vermehre.
Über die Autoren

Werbung