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Fondsmanager setzen so stark auf Aktien wie seit 2021 nicht - Kaum noch Bären am Markt

Optimistische globale Investoren haben ihre Aktienbestände auf den höchsten Stand seit fast fünf Jahren erhöht.

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Ein Händler bei der Arbeit an der New York Stock Exchange an der Wall Street in New York, USA (2019).
Ein Händler bei der Arbeit an der New York Stock Exchange an der Wall Street in New York, USA (2019).imago images/UPI Photo

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In der jüngsten Branchenumfrage der Bank of America waren per Saldo 56 Prozent der Fondsmanager in Aktien übergewichtet. Einen so hohen Wert gab es seit November 2021 nicht mehr. Die Barbestände sind auf «extrem niedrige» 3,5 Prozent gesunken. Laut Michael Hartnett von der Bank of America ist derzeit kein Raum für Pessimisten.
«Der Konsens ist überzeugt: keine Konjunkturabkühlung, keine Zinserhöhung der Fed, keine Kürzung der KI-Investitionsausgaben, kein Durchmarsch der Demokraten, keine Bären», schrieben Hartnett und seine Kollegen. «Die Positionierung spricht weiterhin dafür, dass sich Anleger innerhalb der Risikoanlagen zurückziehen oder umschichten, statt erneut aufzustocken», erklärten sie und bekräftigten ihre jüngste Empfehlung für einen Wechsel in defensivere Bereiche des Marktes.
Die Umfrage vom August zeigt, dass Anleger vor den Zwischenwahlen im November keine Zinserhöhung der Federal Reserve erwarten. Zudem rechnen sie nicht mit einem starken Abschneiden der Demokratischen Partei bei diesen Wahlen, das die Rally möglicherweise beeinträchtigen könnte.
Unter Fondsmanagern herrscht zudem die breite Erwartung, dass sich die Wirtschaft nicht deutlich abschwächen wird und Unternehmen mit hohen Investitionen in Infrastruktur für künstliche Intelligenz ihre Ausgaben fortsetzen werden.

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Seit dem jüngsten Rekordschluss des S&P 500 am 13. August ist an den Aktienmärkten mehr Vorsicht aufgekommen. Die Nervosität über steigende Renditen länger laufender Anleihen nimmt zu. Darin spiegeln sich Sorgen über die Inflation und den schuldenfinanzierten KI-Boom wider. Zudem hat die Haltung von US-Präsident Donald Trump für einen erneuten Anstieg der Ölpreise gesorgt. Trump ist nicht daran interessiert, das ausgelaufene Waffenstillstandsabkommen mit dem Iran zu verlängern.
BofA führte die Umfrage vom 7. bis 13. August unter 180 Teilnehmern durch, die zusammen ein verwaltetes Vermögen von 525 Milliarden Dollar beaufsichtigen. Den Strategen zufolge war es seit 2022 die Umfrage mit der drittstärksten optimistischen Anlegerstimmung.
Long-Positionen in globalen Halbleiterwerten bleiben nach Ansicht der Befragten der am stärksten überlaufene Trade. Die Einschätzung hat sich jedoch deutlich abgeschwächt: Per Saldo nannten ihn 53 Prozent der Befragten, nach 82 Prozent im vergangenen Monat.
Als grösstes Extremrisiko sehen Anleger eine KI-Blase. Investitionsausgaben von Hyperscalern gelten zugleich als wahrscheinlichste Ursache für ein Kreditereignis. Dennoch erwarten netto 71 Prozent in diesem Jahr keine Kürzung der KI-Ausgaben. 58 Prozent gehen davon aus, dass die Technologie den Arbeitsmarkt frühestens 2028 beeinträchtigen wird.

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