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Bank im Rechtsstreit

Titel der GraubΓΌndner KB fΓ€llt wegen Klage von Allzeithoch zurΓΌck

Die GKB und ihre Tochtergesellschaft BZ Bank sehen sich mit einer Klage im dreistelligen Millionenbereich konfrontiert. Der Partizipationsschein kommt unter Druck.

Martin Ebner
Die GKB kaufte 2022 dem damaligen Besitzer Martin Ebner (Bild) eine Mehrheit der BZ Bank ab. Investor Ebner hatte die BZ Bank 1985 gegrΓΌndet. Michael Buholzer fΓΌr BILANZ

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Die Partizipationsscheine der GraubΓΌndner Kantonalbank (GKB) fallen am Montagvormittag um 3,4 Prozent auf 2290 Franken. Dabei waren sie am vergangenen Donnerstag, dem letzten Handelstag vor dem verlΓ€ngerten Wochenende, noch auf ein weiteres Allzeithoch gestiegen.
Dass dieser Rekordstand zum Auftakt der neuen BΓΆrsenwoche keinen Bestand hat, geht auf eine Klage gegen die GKB, ihre Tochtergesellschaft BZ Bank sowie aktuelle und ehemalige Organe der BZ Bank zurΓΌck. Ihnen werden Pflichtverletzungen in einer Kundenbeziehung und einem von der BZ Bank verwalteten Anlageprodukt vorgeworfen. Die GKB und BZ Bank bestreiten die VorwΓΌrfe und erachten sie als unbegrΓΌndet.
Auch andere Aktien von Schweizer Kantonalbanken stehen am Montag unter Druck: So die Titel der Insititute der Kantone Jura, St. Gallen, Basel-Stadt, Glarus oder Waadt. Sie verlieren zwischen 1 und 4 Prozent.
Der KlΓ€ger gegen die GKB ist nicht namentlich bekannt. Seine Forderung lΓ€sst sich aber grob beziffern. Laut der ZΓΌrcher Kantonalbank (ZKB) handelt es sich um eine Summe von zwischen 400 und 600 Millionen Franken. Der zustΓ€ndige ZKB-Analyst erachtet diesen Betrag als Β«sehr bedeutendΒ» und sieht ein Risiko. Er begrΓΌndet diese EinschΓ€tzung mit dem GKB-Konzerngewinn des Jahres 2025, der bei 225 Millionen Franken lag. Demnach ist die Forderung des KlΓ€gers rund doppelt so hoch wie dieser Jahresgewinn.

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Β«Vor dem Hintergrund, dass insbesondere die Tochtergesellschaften in den letzten Berichtsperioden durch erhΓΆhte NettoneugeldabflΓΌsse aufgefallen sind, stellt diese Klage eine zusΓ€tzliche negative Entwicklung darΒ», hΓ€lt der Experte der ZKB fest. Die Nachricht vom Montag sei Β«klar negativΒ». Einstufung der GKB durch die ZΓΌrcher Kantonalbank lautet weiterhin Β«MarktgewichtenΒ».
Die GKB kaufte 2022 dem damaligen Besitzer Martin Ebner eine Mehrheit der BZ Bank ab. Seit Anfang 2025 ist die GKB alleinige Besitzerin. Ebner machte mit dem Verkauf den letzten Schritt in seiner Nachfolgeplanung.
Der bekannte Investor Ebner hatte die Bank 1985 gegrΓΌndet. Sie war danach Dreh- und Angelpunkt seiner AktivitΓ€ten. SchwerpunktmΓ€ssig berΓ€t sie professionelle, private und institutionelle Kunden bei Aktienanlagen und Beteiligungen.
Laut einem Bericht des Online-Portals Inside Paradeplatz vom Montag soll der aktuelle Streit rund um den Verkauf der ehemaligen Georg-Fischer-Tochter Agie Charmilles an die United Grinding Group ausgebrochen sein. Ebner ist dort HauptaktionΓ€r.
Die BZ Bank habe den KlΓ€ger und weitere Privatkunden dazu gebracht, auf Bezugsrechte bei einer KapitalerhΓΆhung mittels Stimmrechtsaktien zu verzichten - womit diesem Geld entgangen sei. Zudem kritisiert gemΓ€ss Inside Paradeplatz der KlΓ€ger die Bewertung der Firma. Der Preis fΓΌr die Aktien sei anhand einer internen Berechnungsformel der BZ Bank kΓΌnstlich tief angesetzt worden.

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(cash/AWP)

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