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Abschied von der Führung

Der Traum der klassischen Karriere hat ausgedient

Zu viel Stress, zu wenig Belohnung: Jüngere schrecken vor einer Führungskarriere zurück. Das sind die Gründe.

Tina Fischer

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Jung und Alt müssen zusammenspannen und voneinander lernen, nur so bleibt Führung attraktiv. Getty Images/Westend61

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Der Traum von der steilen Karriereleiter, vom eigenen Büro und der leitenden Position scheint in der modernen Arbeitswelt ausgedient zu haben. Immer weniger Beschäftigte streben eine Rolle mit Führungsverantwortung an. Zu gross der Druck, der Stress und die Verantwortung. Das passt nicht mehr in den Zeitgeist einer ausgeglichenen Work-Life-Balance, viele bleiben lieber ihrem Gärtchen treu.
Insbesondere die junge Generation scheut die Bürde der Führung. Eine Studie des britischen Personalvermittlungsunternehmens Robert Walters untermauert diesen Wandel: 52 Prozent der jungen Erwerbstätigen lehnen die Idee ab, Chefin oder Chef zu werden. 16 Prozent sind gar entschlossen, jede Führungsfunktion abzulehnen, da sie zu viel Stress und zu wenig Belohnung bedeutet. Die Arbeitswelt hat für dieses Phänomen bereits einen Anglizismus gefunden: «Conscious Unbossing» – ein bewusster Schritt weg vom Streben nach Führung.

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