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Weinimporte Schweiz 2025

Schaumwein gewinnt, Rotwein aus Italien schwächelt

Die Einfuhren von ausländischem Wein waren auch 2025 rückläufig, einziger Gewinner ist Schaumwein.

Stefan Keller

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Die Schweizer Weinimporte waren 2025 erneut rückläufig. Betroffen war vor allem Rotwein. Getty Images

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Um fünf Prozent verringerte sich 2025 die Importmenge innerhalb des Kontingents von 170 Millionen Liter für Weiss- und Rotwein. Aufgrund der Statistik der Eidgenössischen Zollverwaltung EZV lässt sich aufschlüsseln, welche Länder in erster Linie betroffen sind.
Die grössten Einfuhrmengen entfallen auf Rotwein in 75-cl-Abfüllungen, 2025 betrug deren Import 78,6 Millionen Flaschen, dies waren neun Prozent weniger als im Vorjahr beziehungsweise 24 Prozent weniger als noch vor zehn Jahren. Gegenüber 2024 stieg der durchschnittliche Flaschenpreis um 50 Rappen auf 8,20 Franken, 2015 lag er bei 6,10 Franken.

Deutlich weniger Rotwein aus Italien

Aus Italien stammen nach wie vor die grössten Mengen (45 %), auch wenn die Einfuhren 2025 um 11 Prozent rückläufig waren. Jede fünfte eingeführte Rotweinflasche stammte 2025 aus Frankreich, die Menge reduzierte sich um ein Prozent, der Wert hingegen nahm um 11 Prozent zu, und so notierte der durchschnittliche Flaschenpreis mit 14,70 Franken.
Spanien büsste im vergangenen Jahr acht Prozent an Menge ein. Nur noch 17 Prozent roter Flaschenweine stammen aus dem Land mit der grössten Rebbaufläche. Spanien verlor in den vergangenen zehn Jahren 39 Prozent seines Exportvolumens Richtung Schweiz. Aus Italien, Frankreich und Spanien stammen 82 Prozent aller 2025 eingeführten Rotweinflaschen.

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Stabiles Hoch für Schaumweine

Die Schaumweineinfuhr übertraf auch 2025 leicht diejenigen von Weisswein in 75-cl-Abfüllungen. 30 Millionen Flaschen Prosecco, Champagner, Cava und — in geringen Mengen auch andere Schaumweintypen — kamen 2025 in die Schweiz, dies waren zwei Prozent mehr als im Vorjahr.
Für 2015 wurden 24 Millionen Flaschen ausgewiesen. 2025 stammten 63 Prozent aller Einfuhren aus Italien, die Menge lag ein Prozent tiefer als im Vorjahr. Um elf Prozent zugenommen haben hingegen die Einfuhren aus Frankreich, 23 Prozent aller Abfüllungen stammen von unserem westlichen Nachbarn, sie erzielten einen durchschnittlichen Flaschenpreis von 19,70 Franken. Für italienische Schaumweine wurden im Schnitt vier Franken ausgegeben.
Spanien verlor hingegen 11 Prozent an Volumen, im Vergleich zu 2015 lagen die letztjährigen Einfuhren um 25 Prozent tiefer. Der durchschnittliche Flaschenpreis 2025: 2,80 Franken.

Dreizehn Prozent mehr Weissweine seit 2015

Der Import von Weisswein in Flaschen lag 2025 bei 29 Millionen, dies entspricht – preisstabil – dem Vorjahr. Italien partizipierte mit 44 Prozent an den Einfuhren, der durchschnittliche Flaschenpreis lag bei 3,60 Franken. Jede fünfte Flasche kam aus Frankreich, sie generierten im Schnitt 9 Franken.

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Aus Spanien stammten 10 Prozent aller Abfüllungen, dies zu einem durchschnittlichen Flaschenpreis von 3,40 Franken. Generell nahmen die Einfuhren seit 2015 um 13 Prozent zu. Weiss- und Schaumwein stehen im Gegensatz zum Roten in der Gunst der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten.

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