Guten Tag,
Der Roborock Saros Z70 räumt Ihre Socken und Schuhe auf. Ja, Sie haben richtig gelesen.
Der Putzroboter Saros Z70 will mehr als nur putzen: Er soll auch aufräumen.
kornel.ch für BILANZWerbung
Vermutlich haben auch Sie es als Kind häufig so oder so ähnlich gehört: «Mann, wie sieht denn dein Zimmer wieder aus? Räum endlich auf!» Vermutlich halten auch Sie das heute so oder so ähnlich Ihren Kindern vor. Die gute Nachricht: Heute gibt es – anders als in Ihrer Kindheit – dafür technische Lösungen.
Sagt zumindest Roborock: Der chinesische Hersteller hat mit dem Saros Z70 einen Roboter lanciert, der mit einem Greifarm ausgestattet ist und damit aufzuräumen verspricht. Zunächst freilich müssen Sie erst die Basisstation einrichten, und da ist es hilfreich, wenn Sie das vorher schon mal mit einem anderen Putzroboter gemacht haben. Denn die Installationsanleitung des Z70 ist unvollständig, verwirrend und fehlerhaft: Sie empfiehlt etwa, Reinigungsmittel in den Staubbehälter zu geben – igitt! Ist diese Hürde überwunden, vermisst der Saros erst einmal die Wohnung. Dass er dabei nicht auf vorher gespeicherte Karten anderer Roborock-Roboter zurückgreifen kann, ist schwach.
Marc Kowalsky ist ein Early Digital Immigrant: Seit über 35 Jahren fühlt er den neusten IT-Produkten auf den Zahn.
Der Z70 ist nichts für Ungeduldige: Vor jedem Einsatz reinigt er dreieinhalb Minuten seine beiden Wischmopps. Gleiches macht er auch während der Putzgänge immer mal wieder – das kommt der Sauberkeit und der Hygiene zugute, zieht das Ganze aber sehr in die Länge: Über drei Stunden braucht das Gerät für meine Wohnung, mehr als jeder andere Putzroboter, den ich ausprobiert habe. Der Z70 erkennt meine Teppiche korrekt und saugt dort, statt zu wischen, dies aber durchaus hörbar. Die Putzergebnisse sind gut, aber nicht perfekt. Das Gerät traut sich häufig nicht unter Sofas und Sessel, obwohl von der Höhe her eigentlich genug Platz wäre; dafür rumpelt es trotz Kamera und Hinderniserkennung immer mal wieder gegen die Möbel. Die Schräge, die ich zur Überwindung einer Türschwelle installiert habe und für die alle anderen Roboter dankbar sind, wollte der Saros bisweilen gar nicht befahren und plapperte dann in Endlosschleife verwirrt von einer Störung.
Aber viel spannender ist ja die USP, der Greifarm. Zuerst definiert man auf der Karte zwei Orte: den Standort einer mitgelieferten Pappbox, in welcher der Sarosgefundene Socken deponieren soll, und eine Ablagezone für gefundene Schuhe. So viel in der Theorie. In der Praxis hat das Gerät massive Sehschwächen: Meine für den Test akkurat in der Wohnung verteilten Schuhe schiebt der Z70 erst mal durch die Gegend. Dann erkennt er einen Socken, greift ihn sich und trägt ihn tatsächlich quer durch die Wohnung Richtung Ablagebox – um ihn dann ein ganzes Stück daneben abzuwerfen. Höhepunkt der Absurdität: Als sich der Roboter an einer kleinen, aber für ihn viel zu grossen Statue vergreifen will. Einige Stunden später finde ich in der Box tatsächlich mehrere Socken und in der Ablagezone meine Schuhe. Also fast: von jedem Paar halt nur einen Schuh. Der Rest lag weiterhin dort, wo ich sie verteilt hatte.
Fazit: Der Z70 ist ein ordentlicher Putzroboter mit Schwächen. Der Greifarm ist mehr Marketinggag als ein echter Nutzen.
Info: ch.roborock.com
Preis: 1599 Franken
Bewertung: ★★★


★ Technoschrott ★★ verzichtbar ★★★ nice to have ★★★★ cool ★★★★★ wegweisend
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