Abo
Haben Sie Cumulus, lieber Roboter?

Agentische KI mischt den Laden auf

Agentic Commerce kommt. Wie ändert sich das Einkaufen, wenn Onlineroboter selbstständig Produkte auswählen, bestellen und bezahlen?

Andreas Güntert HandelszeitungOlivia Ruffiner

Andreas Güntert,

Olivia Ruffiner,

Michael Heim

<p>Konzerne und Start-ups arbeiten weltweit an der technischen Infrastruktur, damit KI-Agenten für den Menschen einkaufen und bezahlen können.</p>

Konzerne und Start-ups arbeiten weltweit an der technischen Infrastruktur, damit KI-Agenten für den Menschen einkaufen und bezahlen können.

RMS Visuals / Tessy Ruppert / Diese Illustration wurde von einem KI-Modell generiert und von einem Menschen überprüft und finalisiert.

Geht es nach Pascal Kaufmann, wird das Christkind bis nächste Weihnachten wegdigitalisiert. «Für das Gottemeitli-Geschenk in letzter Minute wird der Bot besorgt sein», sagt er. Mit «Bot» meint der Tech-Unternehmer und Gründer des Schweizer KI-Start-ups Alpine AI einen Roboter, der im Internet pausenlos seine Bahnen zieht, bis das gewünschte Geschenk ausgewählt und bezahlt ist.

Was Kaufmann skizziert, ist das grosse Thema der Stunde: agentische KI. Nach Chatmaschinen, Textgeneratoren und fotorealistischen KI-Bildern ist der sogenannte Agentic Commerce das nächste grosse Thema. KI, die für uns arbeitet und autonom einkauft. Milliarden werden investiert, rund um die Welt arbeiten Start-ups und Konzerne an der Realisierung der Vision. Auch in der Schweiz.

Kaufmanns Kurzanleitung für das Gschänkli-Shopping an Weihnachten 2026: «Einfach ein Foto des Kindes hochladen, drei Hobbys nennen, Preisspanne und Lieferzeit angeben.» Der KI-Agent werde die Präsentbeschaffung per Autopilot übernehmen – «vom Aussuchen des Geschenks bis zur Wahl der Geschenkverpackung, zur Rabatteinlösung, zur Wahl der optimalen Lieferoption und natürlich zum Bezahlvorgang».

Über die Autoren
Michael Heim Handelszeitung
Michael Heim
Michael Heim

Werbung