Abo
Spekulation, Nachhaltigkeit, Trends

Whisky โ€“ eine Branche im Umbruch

Nach Jahren des Booms ist die Blase in der Whiskybranche geplatzt. Wohin geht die Reise jetzt?

Peter Jauch_1_sw.jpg

file82ccd4n54ycytn5m9qn
Whisky aus Japan ist sehr beliebt โ€“ das wachsende Angebot kann mit der Nachfrage nicht mithalten. RMS

Werbung

Wer Glenturret, die รคlteste schottische Destillerie, betritt, begegnet nicht nur einer Produktionsstรคtte, sondern einem Stรผck gelebter Geschichte. Seit mehr als 300 Jahren wird hier Whisky gebrannt. Der Duft von frisch gemรคlzter Gerste, feuchtem Eichenholz und einem Hauch Torfrauch liegen wie ein unsichtbares Archiv in der Luft. In der Nรคhe hรถrt man einen Fluss; frisches, reines Sรผsswasser ist eine entscheidende Zutat in der Whiskyherstellung. Die rauen Hรผgel von Crieff, das Plรคtschern des Turret im Perthshire-Gebiet der Highlands und das leise Pulsieren der Pot Stills im Innern strahlen Bestรคndigkeit aus. Hier sieht und spรผrt man, dass Whisky mehr ist als nur ein Getrรคnk: Er ist Kulturgut, Prestigeobjekt und Genussmittel. In diesem Jahr steht die Branche vor einer Zรคsur: Nach Jahren des Booms stehen die Hersteller unter Druck.
Jahrelang hatten passionierte Sammler und eine wachsende Klientel in Asien Nachfrage und Preise in die Hรถhe getrieben. Doch nun flaut die Euphorie ab. Inflation, geopolitische Spannungen und ein verรคndertes Konsumverhalten belasten das Whiskybusiness. Produzenten mรผssen neue Chancen ergreifen: neue Mรคrkte in Indien, Afrika und Sรผdamerika erschliessen und auf Innovationen und nachhaltige Produktionsmethoden setzen. BILANZ begibt sich auf Erkundung, um die Transformation der Welt des Whiskys zu ergrรผnden.
รœber die Autoren

Werbung