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Dank Zürcher Ökonom

Wie ein roter Armreif Kinderhochzeiten in Afrika verhindert

In Malawi tobt die Armut. Das befeuert das nächste Problem: Kinderhochzeiten. Ein Schweizer Verhaltensökonom scheint nun eine Lösung zu haben.

Marc Iseli

PANDEMIC AFRICA MALAWI CHILDBIRTH
Malawi: Viele Mütter werden im Kindesalter verheiratet, brechen die Schule ab, sind Gewalt und Krankheiten ausgeliefert. Keystone

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Malawi ist eines der ärmsten Länder in Afrika und gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Die meisten Menschen leben von der Landwirtschaft und sind auf die Erträge aus dem Anbau von Mais, Baumwolle und anderen landwirtschaftlichen Produkten angewiesen. Armut ist weit verbreitet, die Einkommensungleichheit hoch. Viele Menschen haben keinen Zugang zu grundlegenden Diensten wie Bildung, Gesundheitsversorgung und sauberem Trinkwasser. Die Infrastruktur ist schwach, viele Gebiete sind schlecht erschlossen.
Die Covid-19-Pandemie hat die wirtschaftliche Situation zusätzlich verschlechtert und zu einer Zunahme der Armut und Arbeitslosigkeit geführt. Das hat die Situation zahlreicher Familien verschärft – und damit ein menschenrechtliches Problem befeuert: Kinderhochzeiten. Laut Unicef liegt die Rate der Mädchen, die vor dem 18. Lebensjahr verheiratet waren, bei fast 50 Prozent.

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