Diese beliebten Reiseländer sind am gefährlichsten
Die Bedrohung durch tropische Stürme wächst, warnt der Weltrisikobericht 2026. Besonders gefährdet: die Philippinen, Mexiko und Japan. Ursache: Klimawandel und sich rapide verstärkende Unwetter.
Blick aufs Wetter, Blick aufs Hotel, Blick auf den Preis: So planen Herr und Frau Schweizer ihre Ferien. Doch wer in tropische Regionen reist, sollte noch einen weiteren Faktor auf dem Schirm haben: das Katastrophen-Risiko vor Ort. Der neue Weltrisikobericht, herausgegeben vom Bündnis Entwicklung Hilft und der Ruhr-Universität Bochum, schlägt Alarm. Die Bedrohung durch tropische Stürme steigt gefährlich an.
Zwar entstehen weltweit im Jahresschnitt nicht mehr Stürme als früher, doch durch den Klimawandel und wärmere Ozeane nehmen Unwetter der höchsten Kategorien drastisch an Intensität zu. Besonders heikel: Immer öfter werden Stürme kurz vor der Küste noch schlagartig kräftiger. Das Warnfenster für Evakuierungen schrumpft drastisch.
Der Bericht gibt jedem der 193 untersuchten Länder eine Punktzahl von 0 bis 100, wobei höhere Werte ein höheres Risiko darstellen. Dabei messen die Forscher nicht nur die Chance, dass ein Sturm auftrifft, sondern vor allem, wie gut ein Land auf den Ernstfall vorbereitet ist.
Die Philippinen tragen das höchste Risiko
Ausgerechnet in einer der populärsten Inselnationen herrscht weltweit das grösste Risiko: auf den Philippinen. Hier trifft extreme Unwetter-Gefahr auf hohe Verwundbarkeit. Die Kombination verleiht dem Land einen Risiko-Index-Wert von 69,27. Tropische Wirbelstürme sind Dauerzustand, dazu kommen Erdbeben- und Tsunami-Gefahren. Das Problem: Millionen Menschen leben auf engstem Raum direkt an den gefährdeten Küsten. Bricht eine Katastrophe aus, sind Fluchtwege sofort dicht.
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Auch weitere beliebte Ferienländer weisen eine sehr hohe Gefahr aus. Mexiko belegt Rang 2 mit 47,4 Punkten. Das Land kriegt die volle Wucht gleich doppelt ab – sowohl an der Pazifik- als auch an der Karibikküste. Auch Madagaskar ist unsicher: Die Insel im Indischen Ozean wird regelmässig von verheerenden Zyklonen heimgesucht. Das kleine Land liegt auf Platz 3 mit 44,99 Punkten. Ähnlich wie auf den Philippinen trifft auf der Trauminsel Mauritius (Platz 4 mit 38,06 Punkten) riesige Sturmgefahr auf sehr eng besiedelten Raum.
Japan und USA dank Katastrophenschutz abgesichert
Dass eine hohe Sturmgefahr nicht zwingend im Chaos enden muss, zeigen zwei Industrienationen: Japan liegt zwar wegen der gigantischen Gefahr durch Taifune auf Platz 5 mit 31,78 Punkten. Doch der hoch entwickelte Katastrophenschutz rettet Tausende Leben. Ähnlich ist die Lage in den USA auf Platz 8 mit 29,29 Punkten: Die Golfküste und Florida sind zwar ähnlich sturmgefährdet wie viele Entwicklungsländer, doch dank funktionierender Frühwarnsysteme und Rettungsdiensten bleibt die Verwundbarkeit der Bevölkerung sehr gering.