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Business und Pleasure

So buhlt die Privatjet-Branche um Passagiere

Wer es sich leisten kann, nimmt lieber den Privatjet als einen Linienflug. Doch der Sektor steht wegen seines CO₂-Fussabdrucks unter Beschuss.

Gabriel Knupfer

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Über 4000 Privatjets sind in Europa stationiert. Keystone
Vergessen Sie die First Class. Privatjets sind der ultimative Luxus, wenn es ums Reisen geht. Obwohl die meisten Businessjets weiterhin aus geschäftlichen Gründen gekauft oder gechartert werden, spielen Freizeitreisen in der Branche eine immer wichtigere Rolle. Sie machen inzwischen fast 30 Prozent der Flüge in Europa aus. Jüngstes Beispiel: Ende Juni landeten rund hundert Privatjets für die Megahochzeit von Jeff Bezos auf Venedigs Flughafen Marco Polo. Kein Wunder, dass die Superreichen auf diese Reiseart setzen, denn Businessflieger haben Vorteile, die kein Airliner jemals bieten kann: Nur mit ihnen haben die Reisenden wirkliche Privacy sowie die Kontrolle über Flugzeiten und Destinationen und damit maximale Flexibilität.
Weltweit waren 2024 etwa 24’000 Privatjets im Einsatz. Während die USA den Markt mit rund 15’000 Flugzeugen dominieren, ist die Businessfliegerei auch in Europa angekommen. Laut der European Business Aviation Association (Ebaa) sind über 4000 Privatjets auf dem Kontinent stationiert. Die Schweiz spielt wegen ihrer internationalen Institutionen, der Spitzenhotellerie und ihrer teuren Internatsschulen für die Sprösslinge der Superreichen eine wichtige Rolle in der Privatfliegerei. Immer im Januar explodiert zudem die Zahl der Flugbewegungen während des World Economic Forum (WEF).
Über die Autoren
Gabriel Knupfer
Gabriel Knupfer
Gabriel Knupfer ist Redaktor Wirtschaft-Desk RMS für Blick und die Handelszeitung, für die er seit zehn Jahren arbeitet.

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