Diese Airlines haben ab sofort Landeverbot in der Schweiz
Airlines zittern vor der «Air Safety List», die ihnen Starts und Landungen untersagt. Derzeit sind 154 Fluggesellschaften aufgeführt. Sie dürfen keine europäischen Airports anfliegen.
Diese schwarze Liste scheuen Airlines wie der Teufel das Weihwasser! Wer auf der «Air Safety List» der EU steht, die auch für die Schweiz gilt, der hat verloren. Und darf nicht mehr auf heimischen Flughäfen wie Kloten ZH, Genf, Basel oder Bern landen. Fluggesellschaften müssen strenge Sicherheitsvorschriften erfüllen. Airlines mit gravierenden Sicherheitsmängeln oder einer ungenügenden Aufsicht in ihrem Heimatland erhalten keine Landebewilligung.
Neu auf der Liste steht seit Ende Juni die algerische Fluggesellschaft Air Express Algeria – wegen «gravierender Sicherheitsbedenken». Die 2002 gegründete Fluggesellschaft bietet Charterflüge, Personentransporte, medizinische Evakuierungen und VIP-Flüge an. Die Flotte der Air Express Algeria besteht aus Beechcraft 1900D, LET L-410 UVP-E20 und Citation-Jet-Flugzeugen. Sie sind Teil eines Sextetts, das nicht mehr in die EU und die Schweiz fliegen darf:
Air Express Algeria (Algerien)
Air Zimbabwe (Simbabwe)
Avior Airlines (Venezuela)
Iran Aseman Airlines (Iran)
Fly Baghdad (Irak)
Iraqi Airways (Irak)
Aktuell stehen 154 Fluggesellschaften sowie 16 Luftfahrtbehörden auf der schwarzen Liste. Komplett gesperrt sind unter anderem alle Fluggesellschaften aus Afghanistan, Russland, Libyen, Nepal, Sudan, Tansania, Suriname und Eritrea. Auch Airlines aus Angola, Armenien sowie den beiden Kongos dürfen den europäischen Luftraum grundsätzlich nicht nutzen.
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Daneben gelten Flugverbote für einzelne Gesellschaften wie Air Zimbabwe, Avior Airlines aus Venezuela, Iran Aseman Airlines sowie Fly Baghdad und Iraqi Airways. Die Schweiz übernimmt die EU-Liste vollständig. Für zwei Fluggesellschaften gelten lediglich Teilverbote. Iran Air darf mit bestimmten Flugzeugtypen nicht nach Europa fliegen. Bei der nordkoreanischen Air Koryo sind mit Ausnahme von zwei Maschinen alle Flugzeuge gesperrt.
Airlines aus Kirgistan dürfen wieder fliegen
Die Schweiz übernimmt die Liste, verlässt sich aber nicht blind darauf. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) kontrolliert ausländische Fluggesellschaften zusätzlich mit regelmässigen Stichproben, wie das Onlineportal Travelnews schreibt.
Die Sperrliste wird laufend überprüft und angepasst. Man kann also auch wieder aus des Teufels Küche kommen – und sich die Bewilligung zurückholen. So werden Fluggesellschaften wieder von der schwarzen Liste gestrichen, wenn sie nachweisen, dass sie die internationalen Sicherheitsvorschriften dauerhaft erfüllen. Das hat neu Kirgistan geschafft: Nach 20 Jahren dürfen alle Airlines aus Kirgistan wieder in Europa landen. Die EU begründet den Schritt mit «deutlichen Verbesserungen bei der staatlichen Luftfahrtaufsicht».