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Zweiter Lebensmittelpunkt

Dort leben, wo die Sonne scheint und die Steuern tief sind

Unser Autor hat ein umfassendes Buch zum Teilzeit-Auswandern geschrieben – und verrät hier seine wichtigsten Tipps.

Roland V. Weber

Roland V. Weber

<p>Bahamas: Karibischer wirds nicht, der Seafood mundet auch. Aber besser auf 90 Tage pro Jahr begrenzen.</p>

Bahamas: Karibischer wirds nicht, der Seafood mundet auch. Aber besser auf 90 Tage pro Jahr begrenzen.

Getty Images

Wenn Schnee und Nieselregen wieder mal durchs Land kriechen, die Tage von verblüffender Kürze und die Autobahnen verstopft sind, weil es das Volk offenbar so will, dann kommen berechtigte Zweifel auf: Befinde ich mich überhaupt noch am richtigen Ort? Vielleicht flattert dann gleichzeitig noch eine bemerkenswert hohe Steuerrechnung ins Haus. Also nichts wie weg? Ein neuer Lebensentwurf?

Das mit der langweiligen Insel und dem konsequenten Auswandern ist so eine Sache. Aber wer einfach nur mal «raus» möchte, kann dies auch etwas cleverer gestalten. Ich habe dafür den Begriff «2. LMP» definiert, zweiter Lebensmittelpunkt. Die Heimat soll nicht negiert, aber ein zweites Standbein aufgebaut werden: ein Second Home. Ein zweites Zuhause ist indessen beileibe nicht nur eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus – es ist weit mehr, nämlich mehr Freiheit, mehr Lebensqualität.

Eintauchen an einem schönen neuen Ort ist nur möglich, wenn man dort auch wohnt. Wohnen heisst für mich, wenn dort mein Drucker steht, mein Auto in der Garage wartet, im Schrank meine Kleider hängen, Weinkeller und Bar bestückt sind und ich mich auf mein Lieblingsrestaurant und ein paar nette Bekannte freuen darf. Dann bewege ich mich als befreiter Mensch, lediglich mit dem Laptop und der Kreditkarte bewaffnet, zwischen den Wohnorten hin und her. 2. LMP geht eben nur mit einem etablierten Home.

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