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Testfahrt

Zeekr 7X: Hört die Signale!

Der Elektro-SUV garantiert entspanntes Vorankommen in einer stilvollen Umgebung – wenn man das Sicherheitssystem in die Schranken gewiesen hat.

David Schnapp

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Der Zeekr 7X aus China beeindruckt mit Luxus, Leistung und einer Reichweite von über 500 km. Doch das Sicherheitssystem sorgt für Diskussionen. PR

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In der Automobilbranche und bei Journalisten löst «Made in China» starke Emotionen aus. Manche malen deswegen schon den Untergang der europäischen Industrie in düsteren Farben, weil chinesische Autos technisch voraus und preislich sehr attraktiv seien. Andere sehen bloss ein vorübergehendes Phänomen, weil beispielsweise das Markenvertrauen fehlt. Die Wahrheit liegt wohl, wie so oft, irgendwo dazwischen. Es ist nicht alles unglaublich brillant, was aus chinesischen Werken nach Europa gelangt, aber viele Fahrzeuge bereichern durchaus das Angebot.
David Schnapp schreibt seit vielen Jahren über Essen und Autos – irgendwie muss man schliesslich das Restaurant erreichen, sagt er.
Kürzlich bin ich mit dem Zeekr 7X kreuz und quer durch die Schweiz gegondelt – unter anderem nach Luzern und über den Hirzel an den Zürichsee. Die Premiummarke Zeekr ist Teil des Geely-Konzerns, zu dem auch Volvo, Polestar oder Smart gehören; eine vertrauensbildende Ausgangslage. Dass Zeekr in der Schweiz durch die Emil Frey AG vertrieben wird, ist ebenfalls eine gute Nachricht, im Aufbau neuer Marken aus Asien hat das Unternehmen schliesslich viel Erfahrung, wie die Geschichten von Toyota, Lexus oder Subaru zeigen. Ausserdem hat es zahlreiche Standorte und Werkstätten.

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Von aussen sieht der Zeekr 7X mit Elektroantrieb recht massentauglich aus, die runden Formen wirken ansprechend, aber nicht unverwechselbar. Sobald die Türe auf der Fahrerseite geschlossen ist, herrscht erstens auffällige Ruhe – was sich übrigens auch beim Fahren nicht ändert –, und zweitens ist der mittelgrosse SUV sehr geschmackvoll möbliert. Klare Linien, das übliche grosse Display in der Mittelkonsole und durchdachte Details wie etwa zwei belüftete kabellose Ladeflächen fürs Handy fallen da auf.
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Schon kurz nach dem Losfahren klingelt es. Das Sicherheitssystem ist der Meinung, ich sei zu schnell unterwegs, was ich allerdings nicht bin. Es klingelt ein zweites und drittes Mal, bis ich in den Untiefen der Bedienmenüs die Tempowarnung ausschalten kann. Ein Shortcut dafür fehlt leider. Auch Blickabwendungen werden sofort mit einem Warnton quittiert, was sich ebenfalls deaktivieren lässt. Ironischerweise verlangen bloss die Regularien in der EU (und der Schweiz) diese Funktionen, in China sind sie nicht verpflichtend. Die naheliegende Pointe vom kommunistischen Überwachungsstaat fällt deshalb leider aus.

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Ansonsten ist der Zeekr 7X ein durchwegs erfreuliches Elektroauto mit komfortablem Luftfahrwerk für entspanntes Vorankommen, Allradantrieb, mehr als genug Leistung und 800-Volt-Ladesystem. Selbst das Audiosystem aus eigener Herstellung klingt ausgezeichnet. Die realistische Reichweite beträgt bei kühleren Temperaturen deutlich über 500 Kilometer, der Verbrauch von rund 21 kWh / 100 km ist ein guter Wert.

Zeekr 7X

  • Antrieb: Dual-Elektromotoren und Allrad
  • Systemleistung: 646 PS/ 470 kWh
  • 0–100 km/h: 3,8 s
  • Vmax: 210 km/h
  • Preis: ab 64’990 Fr.
  • Wohin: Zürichsee
  • Soundtrack: «Come Talk to Me» (Peter Gabriel)
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