Früher, in den Kinderjahren des Tourismus, bestaunte man noch die gedruckte Weltkarte und erkundete mit dem Zeigefinger jene Orte, die man eines Tages bereisen wollte. Karel Gott, die «goldene Stimme aus Prag», sang 1968 dazu passend «Einmal um die ganze Welt». Später drehte man den Heim-Globus, während das Fernweh stetig mitwuchs. Man fragte sich, welche Abenteuer dort draussen warteten, welche Kulturen es zu entdecken galt und – Jahre später – in welchen exklusiven Resorts man eines Tages verweilen würde.
Heute nutzt man Google Maps und kann damit die entferntesten Punkte der Erde erkunden. Südostasien irgendwo und Lateinamerika ganz auf der anderen Seite. Zur Auswahl stehen beispielsweise zwei absolut exquisite Resorts, die beide nur das Beste vom Besten anbieten: die Privatinsel Cayo Espanto in Belize mit sieben Villen und «The Barai» in Hua Hin, südlich von Bangkok, mit acht Poolvillen. Auf dem Globus ein Katzensprung – in der Realität, so errechnet Google, beträgt die Luftlinie zwischen Cayo Espanto und Hua Hin 16 554 Kilometer – damit befinden sie sich fast auf der gegenüberliegenden Seite der Erde. Guter Stoff zum Träumen.
Privatinsel Cayo Espanto in Belize
Schon die Anreise ist spektakulär. Mit der Swiss geht es nach Miami und von dort weiter mit American Airlines zum Flughafen Philip Goldson im Kleinstaat Belize. Da wartet das Empfangsteam des Resorts und arrangiert einen 15-minütigen Weiterflug per Hubschrauber. Dann wird man von der Basis San Pedro in einer kurzen Bootsfahrt über das türkisfarbene Wasser auf die Privatinsel gebracht. Die sieben Villen liegen rund fünf Kilometer von der Küste von San Pedro entfernt – und unendlich weit weg vom Lärm der Zivilisation. Cayo Espanto wurde 1999 vom US-amerikanischen Hotelier Jeff Gram auf einem drei Hektar grossen Gelände gegründet und stetig ausgebaut.
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Beachvilla: Nur sieben Villen finden sich auf der Privatinsel Cayo Espanto.zVg
Beachvilla: Nur sieben Villen finden sich auf der Privatinsel Cayo Espanto.zVg
Jede der sieben grossräumigen Villen ermöglicht, von Palmen und Mangroven beschattet, den Gästen absolute Privatsphäre – sie werden vom eigenen Butler betreut und von einem persönlichen Koch verwöhnt. Das Resort verfügt über keine öffentlichen Bereiche. Lobby? Nicht vorhanden. Restaurant? Gibt es auch nicht – nicht einmal eine Bar steht hier im Angebot. So überrascht es nicht, dass die globale Polit- und Entertainment-Prominenz gerne hierherkommt; ohne Zuschauer also, ohne Paparazzi. Man munkelt über viele Namen, aber ein Prominenter, der sich regelmässig in dieser Gegend aufhalten soll, ist bekannt: Leonardo DiCaprio kam zuerst als Gast und kaufte später die nahe gelegene Insel Blackadore Caye, wo dann ebenfalls ein Resort entstand.
Privatsphäre: Auf Cayo Espanto gehört zu jeder Villa ein Koch und ein Butler.zVg
Privatsphäre: Auf Cayo Espanto gehört zu jeder Villa ein Koch und ein Butler.zVg
Neben der Abgeschiedenheit der karibischen Insel fasziniert natürlich der Ozean. Tauch- und Schnorchelausrüstung können gemietet werden, um Teile des zweitgrössten Barrier-Riffs der Welt zu erkunden – zusammen mit Haien und Stachelrochen. Und der gefangene Hummer wird abends direkt am Strand grilliert und verzehrt. Eine Villa kann man, je nach Saison, für 1200 bis 2000 Dollar pro Nacht mieten, drei Mahlzeiten und nicht alkoholische Getränke inklusive. In der Zwischensaison kann man auch die gesamte Insel buchen; in den sieben Villen haben 18 Gäste Platz. Die beste Reisezeit für Belize, mit durchschnittlich 29 Grad, ist die trockene Jahreszeit von November bis Mai.
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«The Barai» im thailändischen Hua Hin
Nicht ganz so abgeschirmt findet man, rund zwei Autostunden südlich von Bangkok, acht exklusive Poolvillen. «The Barai», ein preisgekröntes Spa-Resort, liegt auf einem 18 000 Quadratmeter grossen Strandgrundstück gleich neben dem «Hyatt Regency Hua Hin». Man kann hier also sowohl Privatsphäre wie auch die Annehmlichkeiten eines Luxushotels geniessen. Die acht Wohnsuiten mit rund 150 Quadratmetern Fläche liegen am Strand Khao Takiab und verfügen je über einen eigenen Pool. Im Angebot inklusive ist ein nobler Butlerservice. Exklusiv ist auch das Wellness-Boutique-Konzept mit 18 Behandlungsräumen, in denen ganzheitliche Therapien und spezialisierte Wellnessprogramme für Körper, Geist und Seele angeboten werden.
Strandperlen: Die Villen im «The Barai» liegen am Traumstrand Khao Takiab.zVg
Strandperlen: Die Villen im «The Barai» liegen am Traumstrand Khao Takiab.zVg
Die ganze Anlage ist dem Stil des Khmer-Reiches nachempfunden. Sandsteinbauten, tiefe Farben und hinduistisch-buddhistische Motive prägen das Bild, während Wasserelemente für eine Atmosphäre der Ruhe sorgen. Alles eingerahmt mit Skulpturen von Shiva, Vishnu und Buddha. Rückzug pur heisst die Devise. Die Preise für die Poolvillen variieren stark, in der Hauptsaison betragen sie ab circa 800 Franken pro Nacht, die Verpflegung ist hier nicht eingerechnet. Und wer nicht mit Privatsphäre speisen will, der kann im Haupthotel, ebenfalls direkt am Meer, das Restaurant McFarland House besuchen. Es befindet sich in einem Pavillon aus dem 19. Jahrhundert und zelebriert Grillspezialitäten.
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Belize und Thailand sind eine halbe Welt voneinander entfernt, weisen aber viele luxuriöse Gemeinsamkeiten auf.
Weitere Informationen: www.aprivateisland.com; www.thebarai.com
Poolvilla Im Resort The Barai verfügt jede Villa über einen eigenen Pool und einen Butlerservice.