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Defender Trophy

Die Rückkehr eines Abenteuers

Es gibt diese seltenen Momente, in denen man spürt, dass etwas Neues beginnt und gleichzeitig eine grosse Geschichte weitererzählt wird.

Stefan Poth

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Die Trophy Edition von Defender ist im Handel erhältlich. Suse Heinz

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Les Comes, zwei Stunden westlich von Barcelona. Staub liegt auf den Hügeln, Zikaden surren in den Pinien, und überall stehen Defender in der Sonne. Männer und Frauen aus ganz Europa sind hierhergekommen, um sich einer Herausforderung zu stellen, die vor zehn Jahren noch eine Idee war und heute das Zeug zur Legende hat. Die Defender Trophy.
23’000 Bewerbungen aus 65 Ländern sind eingegangen. Rund zwanzig Prozent davon von Frauen. Eine Zahl, die überrascht – und gleichzeitig zeigt, wie breit die Faszination für Abenteuer heute geworden ist. Denn die Aufgaben sind für Männer und Frauen gleichermassen machbar. Es geht nicht um rohe Kraft. Nicht um die grössten Muskeln oder die lauteste Stimme.
Gesucht werden Menschen, die anpacken können. Die Verantwortung übernehmen. Die mit anderen stärker werden.
Die Teilnehmer der Trophy während einer Präsentation des Wettkampfs.
Die Teilnehmer der Trophy während einer Präsentation des Wettkampfs.Suse Heinz
Die Teilnehmer der Trophy während einer Präsentation des Wettkampfs.
Die Teilnehmer der Trophy während einer Präsentation des Wettkampfs.Suse Heinz
Die Idee dazu hatte man vor über zehn Jahren. Zwei Jahre dauerte allein die konkrete Vorbereitung dieses Projekts, umgesetzt von Kate Kornilovich, Global Experience Development Manager bei JLR, und ihrem Team. Herausgekommen ist keine Neuauflage der Camel Trophy, sondern deren zeitgemässe Weiterentwicklung. Der Vergleich liegt trotzdem auf der Hand.
Ein alter Land Rover Defender, der in der legendären Camel Trophy zum Einsatz kam.
Ein alter Land Rover Defender, der in der legendären Camel Trophy zum Einsatz kam.Suse Heinz
Ein alter Land Rover Defender, der in der legendären Camel Trophy zum Einsatz kam.
Ein alter Land Rover Defender, der in der legendären Camel Trophy zum Einsatz kam.Suse Heinz
Wer die Bilder der Camel Trophy kennt, erinnert sich an Schlamm, Seilwinden und Defender, die sich durch unwegsamstes Gelände kämpfen. Damals ging es vor allem darum, durchzukommen. Die Defender Trophy erzählt eine andere Geschichte.

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Im Herbst werden die Siegerinnen und Sieger während 21 Tagen im südlichen Afrika unterwegs sein. Gemeinsam mit der Tusk Foundation, die sich seit Jahrzehnten dem Schutz von Wildtieren und deren Lebensräumen verschrieben hat. Sie werden Ranger unterstützen, Ausrüstung transportieren und Hilfsprojekte begleiten. Abenteuer bekommt hier einen Sinn. Das merkt man bereits in Les Comes.
Natürlich wird gefahren. Steile Aufstiege, präzise Manöver, technische Passagen. Die neuen Defender müssen zeigen, was sie können. Und sie können viel. Der New Defender ist im Gelände eine technische Meisterleistung. Land Rover hat es geschafft, wieder einen perfekten Geländewagen zu bauen, der auf der Strasse wie im Busch eine gute Figur macht.
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Suse Heinz
Doch erstaunlicherweise sind die spektakulären Offroad-Passagen nicht das, worüber abends im Camp gesprochen wird. Es sind die Menschen. Die Stimmung ist aussergewöhnlich freundlich, zuvorkommend und herzlich. Alle drei Tage messen sich drei Nationen im Camp. Insgesamt 28 europäische Länder mit 240 Teilnehmenden. Am Schluss bleiben 14 Finalisten. Die Schweizer, Holländer und Österreicher treten gemeinsam an und werden in gemischten Teams die Challenges erfüllen müssen. Länderübergreifendes Teamwork.

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Man spürt die Konkurrenz, natürlich. Jeder weiss, dass am Ende nur eine Person pro Land weiterkommt. Doch statt Ellenbogenmentalität herrscht Hilfsbereitschaft. Wer mit einer Aufgabe kämpft, bekommt Unterstützung. Wer erschöpft wirkt, wird motiviert. Es wird gelacht, angefeuert, diskutiert.
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Suse Heinz
Selbst jene, die am Ende direkte Konkurrenten sind, begegnen sich mit Respekt und Herzlichkeit. Vielleicht ist genau das die grösste Überraschung dieser Tage. Die Defender Trophy sucht nicht den Einzelkämpfer. Sie sucht Menschen, die andere mitziehen. Menschen, die auch dann positiv bleiben, wenn die Kräfte schwinden. Menschen, die verstehen, dass Abenteuer heute nicht mehr bedeutet, allein ans Ziel zu kommen. Sondern gemeinsam.
Unter den Schweizer Teilnehmern gelingt dies Simon Kessler besonders eindrücklich. Ruhig, konzentriert und mit der Fähigkeit, andere mitzunehmen, setzt er sich gegen starke Konkurrenz durch und sichert sich den einzigen Schweizer Startplatz für Afrika.
Körperliche Fitness ist gefragt, mentale Stärke ebenso. Orientierung, Kommunikation, Problemlösung, Ausdauer. Immer wieder müssen Entscheidungen unter Zeitdruck getroffen werden. Immer wieder zeigt sich, dass jene am weitesten kommen, die ihre eigenen Stärken kennen und gleichzeitig die Fähigkeiten anderer nutzen.

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Gute Stimmung beim Frühstück.
Gute Stimmung beim Frühstück.Suse Heinz
Gute Stimmung beim Frühstück.
Gute Stimmung beim Frühstück.Suse Heinz
Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Begeisterung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei sind. Niemand wirkt verbissen. Niemand spielt eine Rolle.
Alle sind hier, weil sie Lust auf Abenteuer haben. Weil sie etwas erleben wollen. Weil sie daran glauben, dass moderne Expeditionen mehr sein können als Selbstverwirklichung. Viele von ihnen werden Afrika nie sehen. Und trotzdem fahren sie als Gewinner nach Hause. Denn die Defender Trophy beweist etwas, das in einer Welt voller Ego-Trips fast altmodisch wirkt: Die besten Abenteuer sind nicht jene, die man allein erlebt. Sondern jene, bei denen man gemeinsam etwas bewegt.
Im Herbst beginnt die nächste Etappe: 21 Tage Afrika, Wildnis, Naturschutz.
Und vielleicht die Geburt einer neuen Legende auf vier Rädern.

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