Wer durch Arles in Südfrankreich spaziert, bewegt sich durch das Bild einer typisch provenzalischen Stadt: schmale Gassen, sandfarbene Fassaden. Nur der schimmernde Turm von Frank Gehry verrät, was sich hinter den Mauern des 50 000-Einwohner-Orts verbirgt – einer der spannendsten Kunsthotspots Europas.
Schon Vincent van Gogh kam wegen des besonderen Lichts nach Arles. Seit 1970 zieht das Fotofestival «Rencontres d’Arles» jährlich Kunstinteressierte aus aller Welt an; der Campus der Luma Foundation hat der Stadt internationale Strahlkraft verliehen, und in Kunst, Kultur und Hotellerie wird kontinuierlich investiert. Ein Besuch lohnt sich besonders im Spätsommer: Während der «Rencontres» gibts Ausstellungen, Events und Pop-up-Restaurants von hippen Gastronomen aus Paris.
Übernachten
Grand Hôtel Nord-Pinus Das legendäre Boutiquehotel an der lebhaften Place du Forum beherbergte jahrzehntelang Persönlichkeiten wie Picasso, Cocteau oder Newton. 2025 wurde das Haus nach einem Makeover durch den Designer Duro Olowu wieder eröffnet. DZ ab Fr. 120.–.
L’Arlatan Hinter den Türen des 41-Zimmer-Hauses, entworfen von Jorge Pardo, versteckt sich ein farbenfrohes Designparadies. Wer nicht übernachtet, sollte zumindest einen Blick erhaschen. DZ ab Fr. 140.–.
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Essen & Trinken
Inari Köchin Céline Pham serviert die kreativen Gerichte, die auf ihren vietnamesischen und französischen Wurzeln basieren, in den Innenräumen einer ehemaligen Kapelle; im Sommer auf der Terrasse direkt an der Place Voltaire.
Le Gibolin Kleine Karte, herzliche Gastfreundschaft und ein Tisch auf der Gasse: Das «Gibolin» ist unkompliziert, sympathisch, lebhaft – und köstlich.
Restaurant Le Relais du Castelet.Anne-Cecile Granone
Restaurant Le Relais du Castelet.Anne-Cecile Granone
Le Relais du Castelet Im ehemaligen Jagdhaus, umgeben von Feldern, isst man hier saisonale Küche und Gemüse aus dem eigenen Garten.
L’Épicerie du Cloître Die Bar auf dem Vorplatz des Hotels Cloître – seinerseits designt von India Mahdavi – ist einer der lauschigsten Plätzchen für einen Aperitif im Schatten.
Plage Plage Alles für Zwischendurch: Im charmanten Café gibts Crêpes, Salate sowie hausgemachte Glacés wie etwa ein Matcha-Soft-Serve oder Rosensorbet.
Einkaufen
Couthure Der Space von Yelda Bayraktars ist Boutique und Galerie in einem. Sie zeigt kuratierte Kunst, Designobjekte und elegante Seidenkleider, von denen die meisten aus ihrer eigenen Feder stammen.
Ou Julie Barrau Die Dekorateurin ist die Frau für Vintagemöbel und Designobjekte. Ihre Boutique Ou zeigt neuste Fundstücke.
Pop-up-Buchladen von Louis Vuitton bei Le Buste et L'Oreille.zVg
Pop-up-Buchladen von Louis Vuitton bei Le Buste et L'Oreille.zVg
Louis Vuitton × Le Buste et l’Oreille Während der «Rencontres d’Arles» verwandelt das Modehaus die Bar in einen Pop-up-Buchladen.
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Entdecken
Luma Arles Das interdisziplinäre Kunst- und Kulturzentrum rund um den spektakulären Turm von Frank Gehry kann man weder verpassen noch übersehen.
Fondation Lee Ufan.Frederic Leclere
Fondation Lee Ufan.Frederic Leclere
Lee Ufan Die Fondation des koreanischen Künstlers (*1936) mutet minimalistisch und meditativ an. Zuoberst gibts Wechselausstellungen.
Fonds Bustamante Die neu eröffnete Stiftung von Jean-Marc Bustamante zeigt Fotografie, Skulptur, Malerei und Musik in Räumen vom Architekten Charles Zana.
Villa Benkemoun 1974 von Émile Sala für die Familie Benkemoun erbaut, öffnet die imposante Villa heute Architektur- und Design-interessierten die Türen – nach Voranmeldung.