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Geldgespräch mit Monika Rühl

«Auch heute noch gebe ich Geld am liebsten für schöne Reisen aus»

Erst Migros-Küche, dann Interrail: Heute investiert die Economiesuisse-Chefin lieber in Reisen, Kunst und schöne Schuhe.

Ueli Kneubuehler Rinigier

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Monika Rühl (62) führt seit 12 Jahren den Wirtschaftsdachverband Economiesuisse. Zuvor war die ausgebildete Diplomatin unter anderem als Botschafterin im Seco tätig. Boris Müller

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Wie haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Mein erstes Geld habe ich als Teenager während der Sommerferien im Migros-Restaurant in Uster verdient. In der ersten Woche habe ich den Geschirrspüler eingeräumt. In der zweiten Woche durfte ich bereits die Theke nachfüllen …

Wofür haben Sie es ausgegeben?

Das während meiner ganzen Schul- und Studienzeit verdiente Geld habe ich für Reisen ausgegeben. Zuerst waren das Reisen mit dem Interrail-Ticket innerhalb Europas. Später ging es dann nach Lateinamerika und Asien. Auf jeden Fall immer mit dem Rucksack und zusammen mit Freundinnen und Freunden.

Wofür geben Sie heute gern Geld aus?

Auch heute noch gebe ich Geld am liebsten für schöne Reisen aus. Städtereisen bereiten mir viel Freude; in einer Stadt gibt es in jeder Hinsicht vieles zu entdecken. Oder, wenn es ruhiger sein soll, für einen Wellnessaufenthalt in einem guten Hotel. Geld auszugeben für Erlebnisse, ist mir wichtiger, als Geld auszugeben für Gegenstände. Solche Erlebnisse können auch Konzerte sein oder der Besuch einer Ausstellung in einem Kunstmuseum. Und natürlich gehört auch immer ein gutes Essen in Begleitung von Menschen dazu, die mir wichtig sind.

Wofür geben Sie ungern Geld aus?

Wenn ich das Gefühl habe, dass es nicht an mir ist, zu bezahlen. So musste ich kürzlich als Mieterin für die Reinigung eines verstopften Abwasserrohrs in meiner Küche aufkommen. Das hat mich geärgert. Obwohl das anscheinend so üblich ist.

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Geben Sie nie unvernünftig Geld aus?

Ganz dem Klischee folgend, liebe ich schöne Schuhe und Handtaschen und kann der Versuchung nur schlecht widerstehen.

Was bedeutet Ihnen Geld?

Geld bedeutet für mich schon seit der Jugend finanzielle Unabhängigkeit und die Möglichkeit einer guten Vorsorge fürs Alter.

Was ist Ihnen lieber, Bargeld oder Karte?

Ich bezahle ausschliesslich mit Karte oder mit Twint. In bar habe ich höchstens fünf Franken dabei.

Spenden Sie?

Ich unterstütze seit vielen Jahren kulturelle und gemeinnützige Institutionen in der Stadt Zürich, wo ich lebe, oder in Uster, wo ich aufgewachsen bin.

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