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Digital Shapers 2026

Androids

Sie arbeiten an der Vormachtstellung der Schweiz bei Robotern und Drohnen.

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Digital Shapers: Androids. KI-Illustration: Tessy Ruppert

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Die Digital Shapers treiben mit ihren Ideen und Projekten die digitale Transformation in der Schweiz voran. In zehn Kategorien werden die Vordenkerinnen und Vordenker aus Wirtschaft, Technologie, Wissenschaft und Gesellschaft vorgestellt. Sie stehen für Innovationskraft, unternehmerischen Mut und den Willen, mit digitalen Lösungen echten Mehrwert zu schaffen. So wird sichtbar, wer die digitale Zukunft der Schweiz aktiv gestaltet und prägt.

ULRICH AMBERG, 52

CEO Swissdrones, Zürich
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Ulrich Amberg ist seit 2020 CEO und Mitinhaber von SwissDrones. Davor war der Informatik-Ingenieur und Harvard-Alumnus über 15 Jahre bei KPMG tätig, zuletzt als Partner. Den Wechsel vom Berater zum (Start-up-)Unternehmer vollzog er mit dem erklärten Ziel, das gesamte Feld der industriellen Luftfahrt umzukrempeln und bemannte Hubschrauber durch autonome Systeme zu ersetzen. Unter Ambergs Führung ist SwissDrones auf dem besten Weg zur globalen Omnipräsenz. Die Firma hält inzwischen Flugbewilligungen in über 35 Ländern. Während in Japan sein Flaggschiff-Helikopter SDO 50 V3 den Katastrophenschutz unterstützt, gelangen in den USA und Australien damit 2025 wegweisende Langstreckenflüge. Die grossen Vorteile: Wo kleine Drohnen bei Wind scheitern, fliegt das System stabil über Hunderte von Kilometern. Und im Vergleich zum bemannten Heli lassen sich 70 Prozent der Kosten und 95 Prozent CO2 sparen. Getrieben vom Anspruch, Schweizer Präzision zum Standard zu machen, transformiert Amberg SwissDrones mit Partnern wie Chevron zum globalen Marktführer für digitale Infrastruktur-Überwachung.

MARKO BJELONIC, 35

Mitgründer und CEO Rivr, Zürich
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Marko Bjelonic denkt gross: «Wir wollen die Vorreiter in der physikalischen KI sein, daher müssen wir international tätig sein. Die einzigartigen Roboter von Rivr liefern Pakete und Essen in der Schweiz, in Grossbritannien und in den USA. Dort arbeiten wir mit den drei grössten Lieferdiensten zusammen», sagt Bjelonic. Hierzulande gehören die Post, die Migros und Just Eat zu den Kunden. Die Roboter sind für die «letzte Meile» der Auslieferung konzipiert. Mit ihren Beinen und Rädern können sie längere Distanzen sowie Treppen bis vor die Haustür überwinden. «Das war bisher nicht möglich.» Beeindruckt von der Innovation ist Jeff Bezos. Der Amazon-Chef kontaktierte Bjelonic aus dem Nichts. Nach einem einstündigen Videocall war Bezos von den Robotern überzeugt und investierte 2025 zusammen mit weiteren Geldgebern insgesamt 22 Millionen Dollar in das Start-up, das Bjelonic mit drei Kollegen 2023 gegründet hatte. Geboren im damaligen Jugoslawien, war er als Kind nach Deutschland gekommen, arbeitete zehn Jahre auf Baustellen und studierte Maschinenbau in Darmstadt. Später doktorierte er an der ETH, wo er die Idee des Lieferroboters vorantrieb. Rivr hat heute Büros in Zürich, Shanghai und im texanischen Austin. Die Mitarbeiterzahl ist rasant von 15 auf 90 gewachsen. «2026 wollen wir uns verdoppeln», sagt Bjelonic.

Weitere neun Kategorien

RAFFAELLO D’ANDREA, 58

Gründer und CEO Verity, Zürich
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Kostas Maros
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Kostas Maros
Der ETH-Professor ist einer der Pioniere der Schweizer Robotikszene. Der gebürtige Italiener, der in Kanada und in den USA studierte, kam 2007 auf Anregung des späteren ETH-Präsidenten Lino Guzzella nach Zürich, seither gibt er Vorlesungen. 2014 gründete er mit zwei Kollegen das ETH-Spin-off Verity, das sich auf Drohnensysteme für die Inspektion von Lagerhäusern spezialisiert hat, mit Kunden wie Ikea oder Samsung. Es ist ein Multi-Milliarden-Markt, und das Potenzial ist weiterhin gross. D’Andrea ist damit selber zu einem vermögenden Mann geworden: Seit 2024 rangiert er auch in der Reichstenliste von BILANZ, mit einem geschätzten Vermögen von 100 bis 150 Millionen Franken. Die Grundlage dafür hatte er mit seiner 2012 von Amazon übernommenen Firma Kiva Systems gelegt, deren Roboter für den Transport von Waren in Lagerhäusern eingesetzt werden.

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PÉTER FANKHAUSER, 39

Mitgründer ANYbotics, Zürich
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Kostas Maros
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Zischende Ventile, beissender Ölgeruch und die stete Gefahr einer Explosion: Wo Menschen früher ihr Leben riskierten, stapft heute der ANYmal-X-Roboter durch den Bohrschlamm. Das Schweizer Unternehmen ANYbotics programmierte vierbeinige Blechhunde und revolutionierte so Inspektionsarbeiten auf chemischen Anlagen, Raffinerien und Bohrinseln. Péter Fankhauser gründete ANYbotics 2016. Heute dirigiert der Gründer ein Team von 200 Spezialistinnen und Experten in Zürich, San Francisco und Barcelona. Ihr Ziel: Niemand soll in brenzligen Situationen das Leben riskieren müssen. Abgelegene und gefährliche Einsätze werden von den stählernen Vierbeinern übernommen. Dort ersetzen die Maschinen keine Kollegen, sondern ergänzen das Team. Fankhauser erklärt: «Wir möchten die Technologie dort einsetzen, wo sie den grössten Mehrwert schafft.» Bereits heute scannen Fankhausers Roboterflotten Hunderttausende Messpunkte. Der ANYmal X trotzt als weltweit Erster seiner Art explosionsgefährdeten Zonen. Dank künstlicher Intelligenz mutiert das metallische Helferlein vom simplen Messgerät zum lernenden Partner. Er erfasst seine Umgebung mit jedem Schritt besser. Mehr als 150 Millionen Dollar flossen bereits aus dem Silicon Valley in die Kassen von ANYbotics. Zu den Geldgebern gehören Walden Catalyst, Bessemer Venture Partners, Qualcomm und NGP Capital.

FLORIAN GUTZWILLER, 57

Verwaltungsrat Voliro, Zürich
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2020 wollte es Florian Gutzwiller nochmals wissen. Damals stieg er beim im Jahr zuvor gegründeten ETH-Spin-off Voliro ein – und übernahm Ende 2022 als CEO beim Zürcher Start-up, das Drohnen für Arbeiten in der Höhe entwickelt. Die Mission: kritische Infrastruktur weltweit sicherer, zuverlässiger und wartungsfreundlicher zu gestalten. Und zwar dort, wo Menschen an ihre Grenzen stossen. Beispielsweise warten Voliro-Flugroboter Blitzableiter von Windrädern. Florian Gutzwiller ist beim Jungunternehmen Führungskraft, Mentor und Investor in einem – dank langjähriger Erfahrungen in der IT-Branche. Seine unternehmerische Laufbahn begann vor gut 35 Jahren. Fürs Studium an der ETH von Basel nach Zürich gekommen, gründete er 1990 in der Limmatstadt den Softwarehersteller Open Systems. Zwölf Jahre lang war Gutzwiller auch CEO. Der Verkauf des Unternehmens, das mittlerweile der Post gehört, 2017 an den schwedischen Finanzinvestor EQT brachte ihm das nötige Kapital, um als Business Angel zu agieren. Am liebsten unterstützt Gutzwiller heimische Firmen. So ist er etwa Verwaltungsratsmitglied des Zürcher Start-ups Felfel, das Firmen mit frischen und gesunden Mahlzeiten in Kühlschränken ausstattet. Bei Voliro hat Gutzwiller kürzlich ein neues Kapitel aufgeschlagen: Im Januar gab er den CEO-Posten ab und wechselte in den Verwaltungsrat.

RYAN LUKE JOHNS, 38

Mitgründer und CEO Gravis Robotics, Zürich
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Kostas Maros
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Ryan Luke Johns ist die Art von Akademiker, die man sich bei der ETH wünscht: schlau, begabt, motiviert – und bereit zu unternehmerischem Risiko. 2022 gründete er das Zürcher ETH-Spin-off Gravis Robotics mit, das schwere voll- und teilautomatisierte Maschinen und Teleoperations-Tools entwickelt. Die Technologien kommen dort zum Einsatz, wo menschliches Urteilsvermögen entscheidend, der Betrieb vor Ort aber lebensgefährlich ist. «Wir nutzen Automatik und Augmentierung, um die Produktivität von Baggern zu verbessern und so den dringenden Bedarf an Wohnraum und erneuerbarer, widerstandsfähiger Infrastruktur zu decken», sagt Johns, der auch CEO des Tech-Start-ups ist. Seine akademische Laufbahn verlief so gradlinig und effizient, wie seine Maschinen arbeiten: Bachelor an der Columbia in New York, Master in Princeton und Doktortitel an der ETH. In Zürich hat er eine Nische für sich gefunden, um Pionierarbeit für robotergestützte Schwermaschinen zu leisten. Das grosse Ziel: «Wir streben eine Zukunft an, in der Bauarbeiten mit wenigen Klicks erledigt werden können.» Die Vision findet in der Baubranche Gehör. Im Dezember sammelte die Firma bei einer Finanzierungsrunde 23 Millionen Dollar ein, zu den Investoren gehört der Schweizer Baustoffkonzern Holcim.

MARCO HUTTER, 45

Professor ETH und Seriengründer, Zürich
Marco Hutter Kopie.png
Kostas Maros
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Kostas Maros
Sein Tag beginnt früh: Um 7.30 Uhr steht bereits der erste Termin an, meist geht es bei ihm schon um 5 Uhr in der Früh los. «Das war heute einfach der erste freie Slot», sagt der 40-Jährige und lacht. Stillstand kennt er nicht. Als einer der wichtigsten Köpfe der Robotikforschung an der ETH verbindet er wissenschaftliche Exzellenz mit unternehmerischem Denken – und prägt damit eine ganze Generation von Ingenieurinnen und Ingenieuren. Sein Weg in die Technik war fast selbstverständlich. «In der Schweiz ist es so: Wenn man technisch interessiert ist und ein Studium machen möchte, ist die ETH die Top-Adresse.» Maschinenbau erschien als idealer Mix aus Theorie und Praxis. Früh entdeckte er seine Leidenschaft für Robotik: die Verbindung aus Regelungstechnik, Mathematik, Physik und mechanischen Systemen mit realem Impact. «Du arbeitest am Computer – und siehst danach, wie sich etwas in der realen Welt bewegt. Das ist unglaublich faszinierend.» Ein konkretes Karriereziel hatte er nie. Stattdessen folgte er Neugier, Energie und neuen Möglichkeiten. Forschungsstationen führten ihn unter anderem nach Stanford und nach Boston, doch Zürich blieb Hutters Lebensmittelpunkt. «Hier haben wir eines der stärksten Robotik-Ökosysteme weltweit.» Früh entstand der Wunsch, Forschung in die Anwendung zu bringen. «Wenn wir das machen, dann so, dass daraus echte Produkte entstehen.» Daraus entwickelten sich mehrere Start-ups wie ANYbotics, Gravis, Rivr, Flexion und andere, die heute in Zürich Hunderte Mitarbeiter beschäftigen und Roboter für industrielle Inspektion, Last-Mile Delivery oder den autonomen Bau kommerziell anbieten.
Bei vielen sitzt Hutter im Verwaltungsrat. Darunter ANYbotics, ein Unternehmen, das heute mit 200 Mitarbeitenden Laufroboter für industrielle Inspektionen anbietet. Profitabel sei man noch nicht, sagt er offen: «Hardware braucht Zeit. Robotik muss nicht nur entwickelt, sondern auch in neue Märkte integriert werden.» Seine Rolle sieht er weniger im operativen Management als im Aufbau nachhaltiger Strukturen. «Ich kann Start-ups hundertmal mehr helfen, indem ich forsche, Talente ausbilde und neue Ideen generiere.» So entsteht ein Kreislauf aus Wissenschaft, Unternehmertum und Innovation. Auch bei künstlicher Intelligenz bleibt er nüchtern. Für die Robotik sei sie ein enormer Beschleuniger: «Unsere Roboter nutzen seit Jahren neuronale Netze. Die neuen KI-Modelle eröffnen zudem neue Möglichkeiten für Wahrnehmung, Navigation und Interaktion.» Arbeitsplatzverluste befürchtet er nicht – im Gegenteil: «Wir haben eher einen massiven Arbeitskräftemangel. Die Nachfrage nach Automatisierung explodiert.» Sein Ziel: Zürich soll global führend in intelligenter Robotik werden. «Die Kombination aus Forschung, Start-ups und Industrie ist eine riesige Chance für die Schweiz.» Dafür brauche es Mut, Investitionen – und Bildung. «Wenn wir dort sparen, verspielen wir unsere Zukunft.»

DOMINIQUE MÉGRET, 58

CEO Ecorobotix, Yverdons-Les-Bains NE
ECOROBOTIX, ROBOTOR, SPRUEHROBOTER, PFLANZENSCHUTZMITTEL, SPRUEHER,
Keystone
ECOROBOTIX, ROBOTOR, SPRUEHROBOTER, PFLANZENSCHUTZMITTEL, SPRUEHER,
Keystone
Dominique Mégrets Vision ist so scharf wie die Kameras seiner Maschinen: Er will die Landwirtschaft nicht nur digitalisieren, sondern in eine neue Zukunft führen – eine gesunde und ökologische. Der ehemalige Head of Swisscom Ventures hat das Ruder als CEO bei Ecorobotix vor zwei Jahren übernommen. Seither hat das Scale-up die Segel für die internationale Expansion gesetzt. Die Waadtländer erfinden die Landwirtschaft nicht neu. Doch ihre Spritzmaschinen sind hochpräzis und sprühen nur dort, wo es nötig ist. Es sei vergleichbar mit der Therapie eines an Krebs erkrankten Menschen, sagt Mégret. «Wenn man präzis weiss, welche Zellen man töten muss, regeneriert sich der Körper schneller.» In der traditionellen Landwirtschaft wird oft das ganze Feld mit Chemie geflutet. Die Sprühtechnik von Ecorobotix hingegen erkennt Nutzpflanzen und Unkraut in Echtzeit. Das Ergebnis: Laut eigenen Angaben reduzieren die Ecorobotix-Maschinen die Menge der Pestizide um bis zu 95 Prozent. Das schont nicht nur die Biodiversität, sondern lässt die Pflanzen schneller wachsen, da sie weniger Stress durch unnötigen Chemiekontakt ausgesetzt sind.
Mit rund 300 Mitarbeitenden agiert das Unternehmen von Yverdon-les-Bains aus bereits in 22 Märkten. «Wir sind Weltmarktführer im präzisen Besprühen von Spezialkulturen», sagt Mégret. Um die Nachfrage zu bedienen, wurden über Partnerschaften kürzlich Fabriken in den USA und der Slowakei eröffnet – ungeachtet der Diskussionen um die US-Zölle. Amerikaner kaufen gerne heimische Produkte. Und die USA, als einer der global wichtigsten Gemüseproduzenten, sind ein zentraler Markt. Die Kerntechnologie jedoch, das digitale Gehirn der Maschinen, bleibt «made in Switzerland». Eine Ecorobotix-Maschine kostet zwischen 200’000 und 300’000 Franken – eine Investition, die sich laut Mégret nach ein bis fünf Jahren amortisiert. Die Vorteile für die Bauern: sinkende Kosten für Chemikalien, weniger Handarbeit und höhere Erträge. Der teure Standort Schweiz ist laut Mégret kein Nachteil. «Wir stellen hoch spezialisierte, mit KI gesteuerte Maschinen her. Das ist kein Massenmarkt. Der höhere Preis ist am Markt akzeptiert.» Für Dominique Mégret ist klar: Die Zukunft der Landwirtschaft ist digital – oder sie ist gar nicht.

ELVIS NAVA, 29

Mitgründer und CTO Mimic, Zürich
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PR
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Dass sie in ihrem Business «hands-on» ans Werk gehen, also anpackend agieren, behaupten wohl viele Unternehmerinnen und Unternehmer von sich. Aber kaum jemand stellt den Terminus «Hand» so sehr in den Mittelpunkt wie Elvis Nava. Der studierte Computerwissenschaftler aus Bergamo entwickelt als Co-Gründer und CTO des Zürcher Start-ups Mimic lernfähige Roboterhände. «Wir tun dies, um per Roboter menschliche Fähigkeiten zu reproduzieren», sagt Nava. Mimics Humanoid-Hände werden nach dem Vorbild menschlicher Fingermechanik mittels KI auf effiziente Abläufe trainiert. Die Robo-Greifer sollen in Sparten wie Fabrikation oder Logistik zum Einsatz kommen und dort Mehrwert stiften, wo Tätigkeiten für Menschen zu repetitiv, gefährlich oder zu teuer sind. Nava stellt Kunden eine Kostenersparnis von 40 bis 70 Prozent in Aussicht. Mimic wurde im Frühling 2024 gegründet und hat seither 20 Millionen Dollar eingesammelt. Die ersten humanoiden Hände seien bei europäischen Autoherstellern im Einsatz, wie Nava sagt. Für 2026 sind die weitere Perfektionierung der Robo-Fingerfertigkeiten plus ein Ausbau der Belegschaft geplant. Aktuell sind noch 25 Köpfe für Mimic tätig. Besser gesagt: 50 Menschenhände.

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ROGER WÜTHRICH-HASENBÖHLER, 64

Mitgründer und VR-Präsident Roboa und Tethys, Zürich
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PR
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Nach über einem Jahrzehnt in der Konzernleitung von Swisscom hat sich Roger Wüthrich-Hasenböhler 2023 aus dem operativen Geschäft zurückgezogen, um eine neue Mission zu verfolgen: Er will die Schweiz als globalen Deeptech-Hub etablieren. Als Board Member von Deep Tech Nation Switzerland setzt er sich dafür ein, das Innovationspotenzial von Schweizer Hochschulen stärker zu kommerzialisieren. Er sieht es als Hypothek, wenn bahnbrechende Schweizer Erfindungen mangels Kapital und Mut im Ausland statt in der Schweiz skaliert und kommerzialisiert werden. Insbesondere soll auch das angesparte Kapital in Pensionskassen vermehrt in erfolgversprechende Start-ups investiert werden. Seine heutige Rolle gleicht der eines strategischen Brückenbauers. Er bringt das Know-how von Milliardenkonzernen mit, vor allem als ehemaliges und langjähriges Geschäftsleitungsmitglied bei der Swisscom sowie als Verwaltungsrat bei der Axpo bis 2025, und engagiert sich in Gremien am Puls der Technologie, etwa als VR-Präsident von Tethys Robotics (Unterwasserdrohnen).
Sein neuestes Engagement unterstreicht diesen Fokus: Seit 2025 ist er Co-Founder und Präsident von RoBoa. Das ETH-Spin-off hat eine weltweit einzigartige Robotertechnologie entwickelt, die sich wie eine wachsende Schlange durch engste Strukturen bewegt. Die Firma ermöglicht die effiziente Inspektion von Leitungen in Industrie und Infrastruktur. Wo Menschen scheitern – etwa in komplexen Prozessleitungen oder Abwassersystemen –, dringen die mit Minikameras bestückten RoBoa-Roboter minimalinvasiv vor. Für Wüthrich-Hasenböhler ist dies das perfekte Beispiel für Schweizer Ingenieurskunst, die durch digitale Steuerung echten industriellen Mehrwert schafft. Sein Ziel: solche Innovationen im Land zu halten, Werte und Arbeitsplätze in der Schweiz zu schaffen und in globale Erfolge zu verwandeln.
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