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Digital Shapers 2026

AI Acrobats

Sie machen die Schweiz fit für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz.

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Digital Shapers: AI Acrobats. KI-Illustration: Tessy Ruppert

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Die Digital Shapers treiben mit ihren Ideen und Projekten die digitale Transformation in der Schweiz voran. In zehn Kategorien werden die Vordenkerinnen und Vordenker aus Wirtschaft, Technologie, Wissenschaft und Gesellschaft vorgestellt. Sie stehen für Innovationskraft, unternehmerischen Mut und den Willen, mit digitalen Lösungen echten Mehrwert zu schaffen. So wird sichtbar, wer die digitale Zukunft der Schweiz aktiv gestaltet und prägt.

BENJAMIN BARGETZI, 32

Gründer Mindguard, Zug
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Adrian Moser / Tamedia
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Adrian Moser / Tamedia
Benjamin Bargetzi verbindet wissenschaftliche Tiefe mit unternehmerischem Tempo. Aufgewachsen in der Schweiz, zog es ihn bereits mit 19 nach Asien, konkret nach Singapur, Japan und China. «Meine Neugierde trieb mich hinaus in die Welt», sagt er. Er studierte Psychologie und Philosophie in Zürich und Singapur, absolvierte seinen Master in Neurowissenschaften, Cognitive and Brain Sciences am University College London und an der University of Oxford. «Im Herzen bin ich Philosoph», sagt Bargetzi. «Mich interessieren die grossen Zusammenhänge – und wie der Mensch funktioniert.» Früh schon beschäftigte sich der Tech-Pionier mit künstlicher Intelligenz und der Frage, was sich alles vom menschlichen Gehirn technisch abbilden und replizieren lässt. Es folgten Karrieresprünge bei Amazon, Google und dem World Economic Forum, wo er an globalen Technologie- und Strategieprojekten arbeitete und als enger Advisor für Chairman Klaus Schwab tätig war.
Er wurde zu einem von Europas meistgefragten Vordenkern für die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Heute entwickelt Bargetzi KI-basierte medizinische Software für traumatisierte Menschen in der Ukraine. Die technologische Plattform MindGuard analysiert medizinische, psychologische und physiologische Daten, um hoch individualisierte, KI-optimierte Resilienz- und Heilungspläne für Menschen unter Extrembelastung zu erstellen – in engem Zusammenspiel mit Ärzten und ohne den Menschen dabei zu ersetzen. Staatlich finanzierte klinische Studien stehen für das junge Start-up bereits im April 2026 vor der Tür — in den Spitälern der Ukraine vor Ort. Bargetzis Vision ist klar: «Technologie darf den Menschen nicht ersetzen, sondern muss ihn erweitern.»

CHRIS BEYELER, 39

CEO Beyonder, Gebenstorf AG
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Wie beweist man als digitaler Mensch, dass man so richtig «skin in the game» hat? Zum Beispiel, indem man sein Engagement auf der Haut zeigt. So wie Chris Beyeler, der auf seinem rechten Unterarm das Vier-Buchstaben-Tattoo WASD trägt, eine in Gamer-Kreisen gängige Tastenkombination für die Steuerung von Spielfiguren. Beyeler, der schon mit 15 seine erste Website programmiert hatte, wirkt heute als Inhaber und Chef der KI-Beratungsfirma Beyonder. Was dem KI-Akrobaten dabei wichtig ist: künstliche Intelligenz nicht nur als Mittel für die Beschleunigung von Routinearbeiten zu verstehen, sondern als sinnstiftendes Tool, das Strategie und Leadership vor neue Herausforderungen stellt. Beyeler: «Wenn man mittels KI seinen Task-Stapel reduzieren kann, dann führt das dazu, dass man mehr Zeit für persönliche Kontakte und somit Menschlichkeit erhält.» Neben seiner Beratungstätigkeit, die er in Branchen wie Banking, Versicherungen und Tourismus sowie in KMUs erbringt, amtet Beyeler auch als Präsident von SwissAI, dem Verband für künstliche Intelligenz in der Schweiz. Der 2023 gegründete KI-Verbund zählt rund 300 Mitglieder, welche die «Anerkennung für künstliche Intelligenz steigern» wollen. Die Mission: Ängste abbauen und kritisches Denken anregen. Aktuell sieht Beyeler die KI-Ära in der explorativen Phase, aber da komme noch viel mehr. Wichtig sei es deshalb, mit dem richtigen Mindset an die Sache heranzugehen: «Angst lähmt – aber Neugierde zu wecken, hilft.»

Weitere neun Kategorien

VANESSA DELFS, 34

Mitgründerin AI Business School, Zürich
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PR
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«Experten bleiben wichtig, bis auf Weiteres» – wenn Vanessa Delfs (geborene Foser) während einer Keynote oder einer Schulung zu künstlicher Intelligenz diesen Satz fallen lässt, klingt das wie ein Trost. Und ist doch eine Provokation. Doch er enthält alles, was die 34-Jährige zum Thema KI für sich beansprucht: die Anerkennung einer Technologie, die effizienter ist als Menschen, gepaart mit der festen Überzeugung, dass die letzte Meile der Entscheidung menschlich bleiben sollte. Denn die Debatte im Jahr 2026 dreht sich längst nicht mehr darum, ob KI eingesetzt wird, sondern wo ihre ethischen und intuitiven Grenzen liegen. Und genau darum braucht es Mensch und Maschine, denn im KI-Zeitalter sei nicht mehr Wissen der Engpass, sondern Urteilskraft, findet die Co-Founderin der AI Business School. Nach einem Master in Accounting and Finance der Uni St. Gallen stieg die gebürtige Liechtensteinerin bei der Schweizer Top-Manager-Community C-Level ein. Zuerst war Vanessa Delfs CEO des Unternehmens, heute ist sie nach wie vor Teil des Verwaltungsrats. In beiden Rollen erlebte und erlebt sie bei der Zusammenarbeit mit zahlreichen Führungskräften die Verunsicherung in Bezug auf Themen wie Digitalisierung, zukunftsweisende Skills, aber vor allem auch KI. «Denn viele Unternehmen und Führungskräfte starten technologisch, zu wenige kulturell.»
Daraus entstand die Idee zur AI Business School, die sie im Jahr 2019 mitgegründet hat. Die AI Business School kooperiert mit Partnern wie Microsoft, OpenAI und Google. Das Bildungsangebot richtet sich an Grossunternehmen, KMUs sowie Einzelunternehmer. Über die rein technische Anwendung von Software hinaus liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung technologischer Souveränität. In der Philosophie von Vanessa Delfs wird KI konsequent als Werkzeug betrachtet, dessen Nutzen von der Kompetenz der Anwendenden abhängt. Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis für die Potenziale und Grenzen der Technologie zu schaffen. Dabei steht die individuelle Entscheidung im Vordergrund, in welchen Bereichen die Maschine unterstützt und wo menschliche Urteilskraft unersetzbar bleibt. Vanessa Delfs fungiert ausserdem als Verwaltungsrätin in der Gesundheits- und Versicherungsbranche und erlebt täglich, was es bedeutet, wenn algorithmische Systeme auf menschliche Realität treffen – und warum Verantwortung nicht automatisiert werden kann.

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CINDY CANDRIAN, 32

Mitgründerin Delta Labs, Zürich
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David Biedert
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David Biedert
Wenn jemand sagt: «Das ist nicht möglich», spornt das Cindy Candrian erst recht an. So war es auch mit Delta Labs, ihrem 2023 gegründeten Unternehmen, das die Plattform Elaiia für KI-basierte Kundenanalysen im vergangenen Sommer lanciert hat. Die Probleme traditioneller Studien sind bekannt: Befragte geben sozial erwünschte Antworten, können ihr tatsächliches Kaufverhalten nicht vorhersagen, und die Stichproben sind oft nicht repräsentativ genug. Elaiia revolutioniert diesen Prozess mit KI-basierten Kundensimulationen, die auf echten Daten basieren. Die Lösung sagt menschliches Verhalten präzis voraus – ein unschätzbarer Vorteil für Unternehmen. Zu den Kunden zählen Schweizer Firmen wie Zweifel und die Post, aber auch internationale Automobilhersteller. Der Zeitgewinn ist beachtlich: Statt monatelanger Testphasen können Unternehmen mit Elaiia Ideen, Produktvarianten oder Kommunikation in Szenarien testen – in Minuten oder Stunden, so oft wie nötig. Unter Candrians Führung wächst Delta Labs derzeit um rund 30 Prozent pro Monat – vollständig selbst finanziert. Die promovierte KI-Expertin forscht zu Human-AI-Interaktionen. Candrians Arbeiten wurden in der «Harvard Business Review» zitiert, sie ist Co-Autorin des Bestsellers «You & AI» und gefragte Keynote-Speakerin. Ihre Vision? Synthetische Kundenanalysen werden eines Tages zum Standard.

ANDY FITZE, 57

Mitgründer Swisscognitive, Zug
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PR
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Die einen gründen eine Firma und gehen auf Kundensuche. Die andern machen es wie Andy Fitze: «Wir hatten viele Kunden, aber keine Firma. Also mussten wir eine gründen», sagt der gebürtige Churer. So hob er 2016 zusammen mit seiner heutigen Frau Dalith Steiger SwissCognitive aus der Taufe. Die Zuger Firma zeigt Unternehmen und Investoren Wege auf, sich in der KI-Welt zu positionieren und neu zu erfinden. «Als Advisor sind wir jährlich für 80 bis 100 Firmen tätig», so Fitze. Darunter sind globale Konzerne in den USA, Europa und in der Schweiz. SwissCognitive vereint zudem KI-Experten und Führungskräfte zu einer weltweiten Community zwecks Wissensaustausch. Fitze begann als gelernter Elektromechaniker bei der Rhätischen Bahn, bildete sich zum Ingenieur weiter und beriet Konzerne bei Automatisierungsprozessen. Es folgten zwölf Jahre bei Postfinance und die Position als CIO bei der Ruag. Heute beschäftigt Fitze bei SwissCognitive zwei Mitarbeiter und Dutzende Freelancer. Daneben präsidiert er das Swiss IT Leadership Forum sowie den Digital Economy Award und sitzt im Vorstand von SwissICT. In seiner Freizeit ist er als Extremsegler auf Expeditionen unterwegs. «Im Herzen fühle ich mich als Entdecker», sagt Fitze. Seine Erfahrungen gibt er als Keynote-Speaker regelmässig weiter. «Wegen KI werden Branchen und Industrien neu erbaut.» Das gehe alle an – den Arzt, die Schulen, den Anwalt.

DALITH STEIGER-GABLINGER, 54

Mitgründerin und Managing Partner Swisscognitive, Zürich
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Thomas Meier
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Thomas Meier
Dalith Steiger-Gablinger schlägt ihre Beine über. Sie denkt einen Moment nach und sagt dann: «Anerkennung ist schön, aber sie verpflichtet.» Es ist ein Satz, der gut zu einer Frau passt, die seit Jahren daran arbeitet, den Schweizer Werkplatz in Sachen KI fit zu machen. Genauer gesagt: seit mehr als zehn Jahren, als künstliche Intelligenz noch ein Nebenthema war. Die gelernte Mathematikerin erzählt beim Kaffee von dem Moment, in dem für sie vieles zusammenkam. Es war 2014 an einem Gartner-Event in Barcelona. Ihr Blick blieb an einem Billboard mit «Digital Employees» hängen. «Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen», sagt sie. Nicht weil sie die Technologie überraschte, sondern weil ihr klar wurde, was sie auslösen würde – und was das für ein kleines, exportorientiertes Land wie die Schweiz bedeutet. «Den Schweizer Ruf in Sachen Qualität, Vertrauen und Sicherheit sollte man als Standortvorteil nutzen. Warum exportieren wir nicht das Schweizer Tech-Know-how in die Welt?» Ausgehend von dieser Frage, gründete sie mit Andy Fitze 2016 SwissCognitive, ein Netzwerk aus Unternehmen, Start-ups, Forschung und Entscheidungsträgern mit dem gemeinsamen Nenner KI und Schweiz.
Ihr Anspruch ist dabei bewusst neutral. «Wir sind agnostisch über Industrien, Technologien und Geschäftsmodelle hinweg.» Diese Offenheit führt sie in Weltkonzerne, zu mittelständischen Unternehmen und Start-ups gleichermassen. Die Vielfalt treibt sie an. «Diversity ist ein Mehrwert», sagt die Trägerin des Women Empowerment Award 2025. Dabei plädiert Steiger-Gablinger auch für mehr Vertrauen von Führungspersonen gegenüber ihrer Belegschaft. «Wenn jemand einen Arbeitsvertrag unterschreibt, stimmt er oder sie auch dem Code of Conduct zu», sagt die KI-Strategin. «Dann darf ich davon ausgehen, dass meine Mitarbeitenden nach bestem Wissen und Gewissen handeln, auch in Bezug auf KI.» In ihren Augen werden Richtlinien zu früh eingesetzt, Mitarbeitende sollten Raum erhalten zum Ausprobieren. «Nur so kann KI ihr volles Potenzial in einem Unternehmen entfalten», ist Steiger-Gablinger überzeugt.

SABRINA SCHENARDI, 47

Mitgründerin BLP Digital, Zürich
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Sabrina Schenardi ist voller Tatendrang. Kein Wunder, denn das Geschäft läuft. In den letzten fünf Jahren wuchs das ERP-Automationsunternehmen BLP Digital von zwölf auf über hundert Mitarbeitende. Derzeit trocknet die Tinte auf dem Mietvertrag für weitere 330 Quadratmeter Bürofläche. Rund 400 Kundinnen und Kunden, darunter die Migros, arbeiten mit der End-to-End-Lösung. Schenardi ist seit 2021 als Mitgründerin an Bord. Über sie zu schreiben, ohne BLP zu erwähnen, ist kaum möglich. «Diese Auszeichnung gehört BLP, nicht mir.» Ihr beruflicher Weg führte sie in Radiostudios und zur Börse. Der gemeinsame Nenner liegt in der Aufgabe: Überall dort, wo bestehende Geschäftsmodelle disrumpiert werden, ist Schenardi zu finden. Und genau das tut BLP: Das Unternehmen verändert die Backend-Prozesse von Firmen grundlegend. Sie selbst leistet vor allem Aufklärungsarbeit. Dass ihr diese zunehmend leichter fällt, führt sie auf die KI-Welle zurück. «Viele verstehen heute besser, wovon ich spreche», sagt sie. Was derzeit als nächste Entwicklungsstufe von künstlicher Intelligenz gilt, war bei BLP von Anfang an Teil der DNA: agentische KI. Die Software orchestriert rund 300 Agenten über den gesamten Procurement-Prozess hinweg. Was für andere als Zukunft gilt, ist für Sabrina Schenardi längst Alltag.

MICHAEL WEGMÜLLER, 43

Mitgründer Artifact, Lausanne
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Für Michael Wegmüller ist klar: «Wir stehen mit KI noch ganz am Anfang.» Gerade die generative KI befinde sich quasi im Beta-Testing. Viel Neues werde auf uns zukommen – und das in bisher ungeahnter Geschwindigkeit. «Damit sind mittelständische Unternehmen vielfach überfordert», so Wegmüller. Hier sieht der Berner seine Chance, zu helfen. Mit seiner Firma Artifact mit Standorten in Lausanne, Zürich und Bern berät er Schweizer Unternehmen bei der Implementierung von KI. Dazu gehören die Strategieberatung, die konkrete Umsetzung von KI-Anwendungen sowie deren Skalierung. «Wir bieten alles aus einer Hand», sagt der studierte Ökonom. Zu den mittlerweile rund 50 Kunden von Artifact gehören die SRG, Emmi, Manor, Viseca, die Post und Schwergewichte wie Roche, Baloise und Schweiz Tourismus, mit denen Artifact im Jahr 2024 den ICT-Innovationspreis gewann. Bieten will Artifact ebenso eine verantwortungsvolle Sicht im Umgang mit KI. «Nur weil man in einer Abteilung ChatGPT nutzt, muss man nicht gleich Personal abbauen», so Wegmüller. Während seines Studiums an der Uni Bern begann Wegmüller, bei IBM zu arbeiten, und machte dort 15 Jahre lang Karriere als Berater. Im Jahr 2020 gründete er mitten in der Corona-Pandemie mit zwei Kollegen Artifact. In der KI-Beratung tummeln sich grosse Player wie Accenture und McKinsey. Das Ziel ist für Wegmüller jedoch klar: «Wir wollen hierzulande zu den Top 3 gehören.»

SABINE WILDEMANN, 53

Co-Initiatorin Swiss AI Weeks, Zürich
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zVg
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Lösungsorientiert, voller Tatendrang und digital first, das beschreibt Sabine Wildemann perfekt. Vor rund zwei Jahren zog sie aus Berlin in die Schweiz. Im letzten Jahr war sie mit Wildcard Media eine der Co-Initiatorinnen der ersten Swiss AI Weeks: ein über fünf Wochen dauerndes KI-Aktionsprogramm mit 240 Veranstaltungen in 33 Schweizer Städten, darunter 15 Hackathons. Bereits Anfang des Jahres 2025 war sie mit der Aufgabe betraut worden, das von der EPFL, der ETH Zürich und dem CSCS entwickelte offene Sprachmodell Apertus in der Schweiz bekannt zu machen. Statt viel Theorie lag ihr Fokus auf der Praxis, und so entwickelte sich ein kantonsübergreifendes Gemeinschaftsprojekt mit 154 Partnerorganisationen, von der Swisscom über KMUs und regionale Netzwerke bis zu Start-ups. Sabine Wildemann liebt es, Projekte von null aufzubauen, sich mit digitalen Tools zu beschäftigen und Prozesse zu automatisieren. Sie sieht sich selbst als Marketingstrategin und verknüpft dabei langjährige Erfahrung aus dem Corporate- und Start-up-Umfeld. So etablierte sie während der Pandemie mit ihrem Start-up KidsCircle eine digitale Kinderbetreuungslösung für Arbeitgebende. Ihren Tech-Fokus vertieft sie aktuell wissenschaftlich und untersucht, ob die Schweizer Bevölkerung bereit wäre, Chatbot-Konversationen für die KI-Forschung zu spenden. 2026 richtet Sabine Wildemann ihr Engagement verstärkt auch auf technikferne Zielgruppen, um KI zugänglich für alle zu machen.

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KATRIN YUAN, 37

CEO Swiss Future Institute, Zürich
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tbd
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Wenn Katrin Yuan von sich selbst spricht, wählt sie ein ungewöhnliches Bild: «Ich bin wie eine Schwarzwälder Kirschtorte, die alle Layers bedient.» Die CEO des Swiss Future Institute vereint mehrere Welten: asiatische Wurzeln, globale Erfahrung in den USA, Deutschland und Asien, und heute Führungsverantwortung in der Schweiz. Sechs Sprachen spricht sie fliessend – eine Fähigkeit, die ihren Führungsstil prägt: «In sechs Sprachen zu Hause zu sein, bedeutet, Zwischentöne zu hören, bevor man urteilt.» Yuan positioniert sich als Brückenbauerin zwischen KI, Tech, Data und Menschen. Als Chair des AI Future Council mit 70 Executive Members und Dozentin an vier Hochschulen verbindet sie strategische, akademische und praktische Perspektiven. Ihre Mission für die Schweizer Wirtschaft ist klar: «Educate and empower your people.» Das Swiss Future Institute fungiert als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Technologie und Hochschule, mit Fokus auf skalierbare KI-Anwendungen. Ein Paradebeispiel ist die Kooperation mit Partnern aus der Wirtschaft wie Dassault Systèmes: Durch virtuelle Zwillinge auf der 3Dexperience-Plattform lässt sie Unternehmen komplexe Szenarien simulieren, bevor diese physische Realität werden. Yuans Sorge gilt der «Abkürzungsmentalität», wie sie es nennt: «KI ist ein Werkzeug, kein Ersatz für kritisches Denken.» Mit ihrer Keynote «Responsible AI for ONE Humanity» bei den Vereinten Nationen setzt sie ein Zeichen für Verantwortung als Qualitätsmerkmal der digitalen Zukunft.
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