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100 unter 40

Das sind die jungen Reichen der Schweiz

Sie sind der ­Nachwuchs für unsere goldene Liste: Bilanz präsentiert 100 (erfolg)reiche Menschen unter 40, die noch Grosses vorhaben.

Marc Kowalsky

sf

Jung und (erfolg)reich: Stefanie Flückiger-Mangual, Marco Odermatt, Beatrice Egli, Patrick Liotard-Vogt, Severin Hacker, Marina Rafail-Vogiatzakis (v.l.).

Bilanz

Die Schweiz, das zeigt die jährliche Erhebung unserer liebsten, weil inzwischen einzigen Grossbank, hat die höchste Millionärsdichte der Welt: 1,152 Millionen erwachsene Einwohner verzeichnen ein Vermögen nördlich von einer Million Dollar, damit dürfen sich 15,5 Prozent der Bevölkerung, also fast jeder Sechste, mit dem Prädikat «besonders wertvoll» schmücken (auf Platz zwei und drei liegen Hongkong und Singapur). Doch erstmals seit der Finanzkrise 2008 verzeichneten die Statistiker einen Rückgang der Millionäre – weltweit und auch in der Schweiz: Im Jahr zuvor hatte die Quote hierzulande noch bei 16,4 Prozent gelegen.

Pleitewelle

Erschwerte Rahmenbedingungen also für unsere 100 unter 40, die wir heuer zum zehnten Mal zusammengetragen haben: 100 (erfolg)reiche junge Menschen, aufgeteilt in Unternehmer, Stars und Erben, mit einem Mindestvermögen von zwei Millionen Franken. 17 neue Namen präsentieren wir Ihnen dieses Mal in der Liste. Sie rücken nach für jene, die das 40. Altersjahr erreicht haben, für jene, bei denen keine neuen wirtschaftlichen Aktivitäten mehr auszumachen waren, oder für jene, die tatsächlich verarmt sind seit der letzten Erhebung, weil sie mit ihrem Start-up gescheitert sind. So hat es heuer etwa Nilson Kufus mit seiner Firma Nomoko erwischt, Philipp Rutz vom fast gleich klingenden Start-up Okomo oder Tobias Gunzenhauser von Yamo. Keine Einzelfälle: 2023 wurden in der Schweiz mehr als doppelt so viele Start-ups liquidiert im wie Vorjahr, hält der «Swiss Venture Report» fest.

Gerade bei den Jungunternehmern sind die Vermögensangaben wie jedes Jahr mit einer gehörigen Portion Vorsicht zu geniessen. Zum einen sind die meisten genannten Firmen Start-ups, also nicht börsenkotiert, weshalb der Unternehmenswert geschätzt werden muss – was sehr schwierig ist, sind doch häufig nicht einmal Umsatz-, geschweige denn Gewinn- oder Verlustzahlen bekannt. Erschwerend kommt hinzu, dass mit dem Börsensturz der Tech-Titel seit dem Ende der Pandemie auch viele Start-ups deutlich an Wert verloren haben, dies aber nicht dokumentiert ist – weil seither einfach keine neue Finanzierungsrunde und damit keine neue Bewertung stattfand. Und die genaue Verteilung der Anteile unter Gründern und Investoren ist in der Regel auch nur eben diesen bekannt. Auch deshalb geben wir bei jeder Person auch nur eine – bewusst gross gehaltene – Vermögensspanne statt eines konkreten Wertes an. Und klar ist auch: Dieses Geld liegt bei den Gründern nicht bar in der Kasse, sondern existiert nur auf dem Papier, bis die Firma verkauft oder an die Börse gebracht werden kann. Doch das ist derzeit schwer möglich: Im letzten Jahr ist in der Schweiz die Anzahl der Exits deutlich gesunken – womit sich die Möglichkeiten der Gründer, ihre Firma zu vergolden, reduziert haben. Und wie immer stellen wir pro Firma nur eine Einzelperson vor, auch wenn mehrere Gründer beteiligt sind.

Über die Autoren
Marc Kowalsky
Marc Kowalsky
Marc Kowalsky

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