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Detailhandel

Denner in cool

Der Discounter will verstärkt eine jüngere Kundschaft ansprechen. Mehr Convenience-Produkte und das Sponsoring von Festivals soll dabei helfen.

BIL Stehsatz / Redaktionsmitarbeiter / Erich Buergler BA 1/4rgler

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Für mehr Wachstum setzt Denner-Chef Torsten Friedrich nicht nur auf Markenartikel. Philippe Rossier

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Denner-Chef Torsten Friedrich treibt die Expansion des Discounters voran. Das Filialnetz will er von heute 872 auf 1000 ausbauen. Dies innert vier bis sieben Jahren. Doch um nach mehreren Jahren der Stagnation wieder auf Wachstumskurs zu kommen, hat der ehemalige Chef von Lidl Schweiz noch andere Rezepte: «Wir wollen verstärkt eine jüngere Kundschaft ansprechen.»
Dazu will die Migros-Tochter ihr Sortiment an frischen Lebensmittel ausbauen – insbesondere mit Convenience-Produkten wie Sandwiches und Salaten. Etwas verkürzt werden dürfte dafür das Weinregal. Denner sieht sich weniger als Adresse für die grossen Wochenbesorgungen, sondern als Händler für den unkomplizierten Einkauf in der Nähe. Für mehr Komfort dürfte die Smartphone-App des Händlers bald eine Self-Scanning-Funktion bekommen.
Um eine jüngere Käuferschicht auf sich aufmerksam zu machen, solle Denner auch «etwas cooler» werden, so Friedrich. Dazu wird der Detailhändler unter anderem sein Sponsoring ausbauen. «Wir sind in Schlussverhandlungen für zwei grosse Eishockey-Events sowie mit einem grossen Schweizer Rockfestival», sagt Medienchef Mathias Kaufmann. Sponsor der Schweizer Eishockey-Nati ist Denner bereits.
Der seit rund einem Jahr amtierende CEO Friedrich will den Discounter zudem weniger austauschbar machen. Dafür baut er das Sortiment an Eigenmarken aus. Heute machen solche Produkte erst 30  Prozent des Sortiments aus. Der Anteil soll auf 45 bis 65  Prozent wachsen, je nachdem, wie die Kunden auf die neuen eigenen Brands reagieren.

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