Guten Tag,
Kein Ort für Frauen und junge Wilde – während sich Privatclubs und verschwiegene Männerbünde neu erfinden müssen, hat die Wirtschaftselite von morgen längst ihre eigenen Netzwerke geknüpft.
NEUE CLUBS: Das Who is who von morgen setzt beim Knüpfen von Netzwerken auf Diversität und Inklusion.
Getty ImagesIm Erdgeschoss der Villa Chiodera, wenige Schritte vom Zürcher Kunsthaus entfernt, befinden sich die Clubräume des neuesten und exklusivsten Frauennetzwerks der Schweiz: The Boardroom. Holzgetäfelte Decken, grüne Bankierlampen und Servierwagen mit Kristall-tumblern – es mutet ein wenig wie ein britischer Old Boys’ Club an. Doch statt des braunen Chesterfield-Ledersofas finden sich im Clubhaus an der Rämistrasse samtbezogene Sesselchen, an den Wänden hängen Drucke der polnischen Art-déco-Künstlerin Tamara de Lempicka von starken, unabhängigen Frauen.
Für genau solche sind diese Räume gemacht. Hier trifft sich die weibliche Wirtschaftselite zum Networking und Coaching, um sich fit für die männerdominierten Schweizer Verwaltungsräte zu machen. The Boardroom ist eines von zahlreichen neuen Netzwerken für Frauen, Entrepreneure, junge Talente und all diejenigen, die sich in den etablierten Clubs fehl am Platz fühlen.
Die Welt der Clubs und Netzwerke ist heute fragmentiert, vielschichtig und divers. Die Zahl der Communities steigt in bisher ungekanntem Tempo – allein 80 Wirtschaftsnetzwerke gibt es inzwischen in der Schweiz, die exklusiv für Frauen sind. Eine Vielzahl von Foren richtet sich an Gründer, Technologie-Experten oder Absolventen der Top-Kaderschmieden.
Werbung