Manuel Emch, Chef von Louis Erard, sagte mir kürzlich, 2024 sei sein zweitbestes Jahr gewesen nach 2023. Er stellt pro Jahr knapp 4000 Uhren her, verkauft die Hälfte davon online und die andere via lokal verwurzelte Retailer. Er erzählte auch, dass das Onlinegeschäft Tempo verloren habe, das «urgency feeling» weg sei und die interessierte Kundschaft sich gern etwas Zeit mit dem Kaufentscheid lasse. Das Hin und Her, ob eine Uhr und, wenn ja, welche, entscheidet sich nur bei Spekulanten im Kopf. Bei allen anderen braucht es dafür ein Touch and Feel und dafür einen Retailer.
PS: Gleichentags haben Emch und seine Kumpels, der bekannte Uhrendesigner Barth Nussbaumer und Amr Sindi aka «The Horophile», ein weiteres Kollokium-Kapitel aufgeschlagen: Es heisst Variant E und umfasst zwei Modelle, E1 und E2, für je 2999.99 Franken. 480 der insgesamt 499 Zeitmesser waren innert einer halben Stunde ausverkauft. 19 halten die Unternehmer zurück für den Fall der Fälle, dass eine ersetzt werden muss. Woher wir das wissen? Kollokium legt auf Instagram alles offen.