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Der Erfolgsinvestor über Verteidigungs-Start-ups, die zu grosse Abhängigkeit von den USA – und die Schweizer Gründerszene.
«Es kann doch nicht sein, dass 450 Millionen Europäer 340 Millionen Amerikaner um Hilfe bitten gegen 170 Millionen Russen, die nicht gegen 40 Millionen Ukrainer gewinnen können»: Klaus Hommels.
Florian Generotzky für BILANZEigentlich ist Klaus Hommels im Urlaub, aber richtig im Urlaub ist er nie: Um Allianzen mit Vertretern zweier digitaler Verteidigungsfirmen zu schmieden, fliegt er nach München. Zum Abendessen trifft er Investoren im Hotel Rosewood, das vor eineinhalb Jahren im ehemaligen Hauptsitz der Bayerischen Staatsbank und dem angrenzenden Palais Neuhaus-Preysing, einer einstigen Adelsresidenz, eröffnet wurde. Dort nimmt sich der 57-Jährige auch Zeit für das Interview und das Fotoshooting mit BILANZ.
Die Idee ist über drei Jahre alt, als die Bedrohungslage noch eine andere und das Thema Verteidigung noch geächtet war. Es gab damals keine Finanzierung dafür, Start-up-Gründer in diesem Bereich konnten häufig nicht einmal ein Bankkonto eröffnen. Es war aber klar, dass bestimmte Technologien so eine starke Auswirkung auf die Souveränität haben, dass man sie auch souverän finanzieren muss. Man wollte mit der Unterstützung der NATO den Gründern zeigen: Das Thema ist gesellschaftsfähig, und es gibt eine Finanzierung dafür.
Ursprünglich war klar, dass die USA teilnehmen würden, da gab es jetzt halt eine politische Wende. Von daher ist es wieder offen. Kanada hat die Teilnahme schon durch das Parlament ratifiziert.
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